AKB-Kreditvergabe: Alles lief korrekt

Ein externer Revisorenbericht zeigt, dass die Aargauische Kantonalbank bei der Kreditvergabe an ihren damaligen Bankrat Lieni Füglistaller korrekt gehandelt hat. Füglistaller ist vorgeworfen worden, er habe sich als Bankrat Vorteile verschafft. Vorwürfe, die sich nun als falsch erwiesen haben.

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«Über Beantwortung offener Fragen befriedigt»

«Über Beantwortung offener Fragen befriedigt»

Die von FDP-Grossrätin Andrea Moll-Reutercrona präsidierte Kommission für Volkswirtschaft und Abgaben (VWA) hat sich an ihrer gestrigen Sitzung von AKB-Bankratspräsident Arthur Zeller über den Bericht der externen Revisionsstelle informieren lassen. Die VWA nahm laut einem Communiqué «zur Kenntnis, dass die AKB die vorgeschriebenen Abläufe bei der Kreditvergabe an Bankorgane der AKB jederzeit einhielt».

Alles korrekt

Nachdem die AKB vom Bankgeheimnis entbunden worden war, hat ihr Bankratspräsident an der Sitzung noch einmal ausführlich zu den Fragen betreffend Entschädigungen und Kreditvergaben an Organmitglieder Stellung genommen. Zudem las er aus dem Bericht der externen Revisionsstelle vor, der vom Bankrat der AKB in Auftrag gegeben worden war.

Der Bericht habe bestätigt, dass die formellen Abläufe bei Kreditvergaben den internen Reglementen und Weisungen der Bank sowie den gesetzlichen Vorgaben entsprochen haben. Die VWA zeigt sich nach einer Abstimmung über die Beantwortung der offenen Fragen befriedigt. Soweit sie beurteilen könne, «haben sich die in der Öffentlichkeit aufgeworfenen Anschuldigungen gegenüber der AKB nicht bestätigt».

Keine weiteren Schritte

Die Kommission sieht im Moment nicht vor, weitere Schritte einzuleiten. Andere Anträge wurden nicht gestellt, wie Andrea Moll-Reutercrona erklärt – wenngleich es Kommissionsmitglieder gebe, die nicht ganz zufrieden seien.

Es bestehe «kein weiterer Bedarf mehr an Abklärungen». Eigentlich hätte man gestern gern noch den Jahresbericht der AKB und die Gewinnausschüttung behandeln wollen. Zeitlich lag dies «nach der sehr langen und intensiven Sitzung nicht mehr drin», so Moll-Reutercrona. Das wird in einer Sitzung nächste Woche nachgeholt. (MKU)