AHV-Fonds verliert fast einen Fünftel der Anlagen

Rentnertagung in Bern (Archiv)

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Die Finanzkrise hat auch bei der AHV tiefe Spuren hinterlassen: Der AHV-Ausgleichsfonds hat letztes Jahr fast einen Fünftel seiner Anlagen verloren, wie die Fondsverwaltung in einem Communiqué schreibt.

Diese hatten sich Ende 2007 auf rund 25#Milliarden Franken belaufen. Im Laufe des Krisenjahres 2008 schrumpften sie um 18,2#Prozent. Das Anlageergebnis wäre noch schlechter ausgefallen, wenn die Engagements in Aktien, kotierten Immobilien und Rohstoffen nicht reduziert worden wären, heisst es in dem Communiqué weiter.

Die Rentenzahlungen seien aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Der AHV-Ausgleichsfonds verwaltet die Vermögen von Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), Invalidenversicherung (IV) und Erwerbsersatzordnung (EO).

Die Einbusse von 18,2 Prozent bezieht sich nur auf den angelegten Teil dieses Vermögens, dank dem die Versicherung trotz allenfalls ungenügender Einnahmen ihre Leistungen erbringen kann. Dies trifft für die AHV vorerst nicht zu: Sie hat im letzten Jahr mehr Beiträge eingenommen als Renten ausbezahlt.

AHV-Chef Yves Rossier erwartet einen Gewinn von 1,7 Milliarden Franken, wie er in einem Interwiew in der letzten Ausgabe der Zeitung "Sonntag" sagte. Mehr Sorgen als die Finanzkrise macht ihm die finanzielle Verknüpfung mit der hoch defizitären IV.

Deren Schulden, die den AHV-Fonds belasten, werden sich laut Rossier Ende 2009 auf 14,5 Milliarden Franken belaufen. Gemäss aktuellen Berechungen sei unter diesen Umständen schon 2018 nicht mehr genügend Geld in der Kasse der AHV, um alle Renten zu bezahlen.

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