Iran

Ahmadinedschad will Atomreaktor selber versorgen

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad

Der Iran will nach einer Rüge der UNO-Atomenergiebehörde (IAEA) sein Uran selbst auf ein höheres Niveau anreichern. Das sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede in der Stadt Isfahan.

"Mit der Gnade Gottes wird die iranische Nation auf 20 Prozent angereichertes Uran produzieren und auch alles Weitere, was sie benötigt", sagte Ahmadinedschad.

Zugleich kritisierte er die Resolution des Gouverneursrates der IAEA vom vergangenen Freitag: "Unter dem Druck einiger weniger und nur scheinbar mächtiger Staaten hat die IAEA eine illegale Resolution gegen die iranische Nation erlassen."

Mit seiner Ankündigung räumte Ahmadinedschad letzte Zweifel aus, ob der Iran vielleicht nicht doch ein Angebot der IAEA zur Entschärfung des Atomkonflikts annehmen könnte.

Demnach hätte der Iran zunächst 75 Prozent seiner Bestände an niedrig angereichertem Uran nach Russland exportiert, wo es von 3,5 Prozent auf knapp 20 Prozent konzentriert worden wäre. Im Anschluss wäre das Uran in Frankreich zu Brennstäben weiterverarbeitet worden, um dann für medizinische Zwecke in einem Reaktor in Teheran eingesetzt zu werden.

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