Atomstreit - Iran

Ahmadinedschad droht Weltmächten im Atomstreit

Ahmadinedschad droht den Weltmächten (Archiv)

Ahmadinedschad droht den Weltmächten (Archiv)

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat im Konflikt um das Atomprogramm seines Landes den Weltmächten gedroht. Sollte der jüngste iranische Atomdeal mit der Türkei und Brasilien abgelehnt werden, dann werde es keine Verhandlungen mehr geben, sagte er.

"Wenn sie (die Weltmächte) die Vereinbarung zurückweisen und mit neuen Spielen beginnen, dann sollen sie wissen, dass die Türen für Verhandlungen geschlossen sein werden", warnte der umstrittene Präsident in einer vom iranischen Fernsehen übertragenen Rede.

Der Iran hatte sich vergangene Woche mit Brasilien und der Türkei geeinigt, einen Teil seines Urans in der Türkei zwischenzulagern, bis das Land höher angereichertes Uran für einen medizinischen Forschungsreaktor geliefert bekommt. Teheran hatte die internationale Atomenergiebehörde IAEA am Montag über den Atomdeal informiert.

Dieser war in der vergangenen Woche nach monatelangem Tauziehen doch noch vereinbart worden. Amerikaner und Briten lehnten den Deal als unzureichend ab, der Weltsicherheitsrat arbeitet mit Hochdruck an Iran-Sanktionen.

"Wir werden es keinem Land erlauben, sich in unsere politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten einzumischen", sagte Ahmadinedschad in der vom Nachrichtensender Khabar live übertragenen Ansprache. "Die Übereinkunft (mit Brasilien und der Türkei) ist die letzte Chance, um die Auseinandersetzungen beizulegen."

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