Wegen Gewaltdelikten kam der Mann in den letzten Jahren immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz. 2010 wurde er zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Kurz nach der Freilassung beging er erneut mehrere Delikte, weshalb er 2014 zu einer unbedingten Strafe von zwei Jahren verurteilt wurde.

Danach widerrief das kantonale Amt für Bevölkerung und Migration die Niederlassungsbewilligung. Dagegen wehrte sich der Afghane vor dem Kantonsgericht, blitzte aber ab.

Die Richter beriefen sich auf das Ausländergesetz. Ausländer, die seit über 15 Jahren ununterbrochen in der Schweiz leben, können die Niederlassungsbewilligung verlieren, wenn sie zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt wurden und "in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen" haben oder diese gefährden.

Die Familie des Beschwerdeführers war 1992 in die Schweiz gekommen und hatte Asyl erhalten. Der Mann machte vor Gericht vergeblich geltend, dass ihn nichts mit Afghanistan verbinde. Er spreche nicht einmal die Sprache, habe keine Ahnung von den Gebräuchen und gehöre überdies einer ethnischen Minderheit an.