Affäre Müller

Affäre um Geri Müller: Auch Christoph Blocher wusste von den Nackt-Selfies

Selbst SVP-Haudegen Christoph Blocher wusste von den Nackt-Selfies

Selbst SVP-Haudegen Christoph Blocher wusste von den Nackt-Selfies

Schon vor der Publikation der Selfie-Affäre um Geri Müller waren die fragwürdigen Bilder einem erstaunlich grossen Kreis von Personen bekannt gewesen. Auch Christoph Blocher wusste davon. Und: Es gab Morddrohungen.

Schon vor der Publikation der Selfie-Affäre um Geri Müller waren die fragwürdigen Bilder einem erstaunlich grossen Kreis von Personen bekannt gewesen. Jetzt kommt aus: Auch Christoph Blocher wusste davon. Gegenüber der Zeitung „Schweiz am Sonntag“ sagt der SVP-Vizepräsident, er sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, nachdem die sogenannte «Nackt-Selfie-Affäre im Bundeshaus» von der NZZ aufgedeckt worden war.

Blocher sagt: «Danach erzählte mir jemand, Geri Müller sei auch einer, der ‹so etwas› mache.» Wer ihm das mitgeteilt habe, sagt Blocher nicht. «Mehr weiss ich nicht, und es interessierte mich auch nicht.»

Wollte der Überbringer der Nachricht die Geschichte via Blocher in die Medien bringen? «Das weiss ich nicht», sagt der SVP-Politiker.

Blocher ist nicht der erste Politiker, der schon vor der Publikation der Affäre am letzten Sonntag davon wusste.

Auch Roger Huber, Badener FDP-Stadtrat und Geri Müllers Konkurrent bei der Stadtammannwahl, wurde «belastendes Material» angeboten – von Geri Müllers Chat-Partnerin selbst.

Darauf informierte er seinen Kollegen Müller über das Telefonat. Das war am 2. Mai.

Und auch der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister hatte durch ein Treffen mit der Chat-Partnerin Kenntnis von den Chats.

Morddrohungen – Badener Synagoge würde „in die Luft gesprengt“

Zwei Personen, denen in den Medien vorgeworfen wurde, sie hätten in der Affäre um Geri Müller die Fäden gezogen, haben Morddrohungen erhalten. Dies berichtet die Zeitung „Schweiz am Sonntag“.

Der Anwalt Josef Bollag, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Baden, bekam einen Brief, in dem ihm am Freitagmorgen Unbekannte mit dem Tod drohten und darüber hinaus warnten, die Badener Synagoge würde in die Luft gesprengt. Bollag hat die Kantonspolizei in Baden alarmiert. Die Sicherheitsvorkehrungen bei der Synagoge wurden verschärft.

Auch PR-Berater Sacha Wigdorovits erhielt am Freitag eine Morddrohung – per Telefonanruf, den seine Partnerin entgegennahm. Er hat in Zürich die Polizei eingeschaltet.

Wigdorovits und Bollag kamen in die Schlagzeilen, weil sie den Medien «belastendes Material» über den Badener Stadtammann und Grünen-Nationalrat Geri Müller angeboten haben sollen.

Beide wiesen dies zurück, bestätigen aber, mit Müllers Chat-Partnerin Kontakt gehabt zu haben. (nch)

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