Aeugst: Ära Meier zu Ende

Nach 38 Jahren Gemeindeschreiber-Tätigkeit in Aeugst lässt sich Hans-Ruedi Meier frühzeitig pensionieren. Seine Nachfolge hat Thomas Holl angetreten. In der Startphase wird er allerdings noch auf Meiers Unterstützung zählen dürfen.

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Meier

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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Am 1. November 1971 hatte Hans-Ruedi Meier sein Amt in Aeugst angetreten. «Mein Vorgänger war schon vorher weg und ich hatte keine grosse Ahnung von der Tätigkeit eines Gemeindeschreibers», erinnert er sich. 38 Jahre später hat Meier nun beschlossen, einer jüngeren Kraft Platz zu machen und sich frühzeitig pensionieren zu lassen. «Die Rahmenbedingungen in Aeugst stimmen», versicherte er seinem Nachfolger Thomas Holl.

Pflichtbewusst und mit viel Sachkenntnis

Ein «wehmütiger Akt» sei es, sich vom Gemeindeschreiber zu trennen, der ihn seine ganze politische Karriere begleitet habe, sagte Gemeindepräsident Ruedi Bieri sichtlich gerührt. Statthalter Hansruedi Maag sprach gar von einer «Ära Meier», die nun für Aeugst zu Ende gehe.

«38 Jahre - das ist heute fast nicht mehr möglich», so Maag. Meier habe seine Aufgabe pflichtbewusst und mit viel Sachkenntnis erfüllt, sei überall eingesprungen, wo Not am Mann war und habe sich für eine moderne Gemeindeverwaltung eingesetzt. «Wenn wir ein Zeugnis ausstellen dürften, würde das sehr gut ausfallen», betonte der Statthalter.

Vor acht Tagen hat Thomas Holl seine Stelle angetreten, am vergangenen Freitag war die offizielle Amtsübergabe. «Ich freue mich sehr, hier tätig zu sein», betonte Holl und versprach, in den nächsten Monaten in die Region zu ziehen. Um auf dem Laufenden zu sein, lässt sich der 42-Jährige, zuletzt Gemeindeschreiber in Gommiswald, den «Anzeiger» zustellen.

Mit neuen Schwerpunkten in die gleiche Richtung

Zu Beginn wird Holl von seinem Vorgänger unterstützt und begleitet. Hans-Ruedi Meier steht bis Weihnachten zu 100 Prozent zur Verfügung und dann noch bis April tageweise auf Abruf, in Etappen zum Rücktritt also.

«Mit neuen Schwerpunkten in die gleiche Richtung gehen», das erhofft sich Ruedi Bieri vom neuen Schreiber. «Wenn das gelingt, haben wir eine gute Zukunft», so der Gemeindepräsident. Thomas Holl will sich übrigens künftig auch als Fourier in der Feuerwehr engagieren.

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