Es gebe auch keinen Grund dafür, dass jeder ostafrikanische Staat eine eigene Botschaft in Ländern wie der Schweiz habe. "Wir können teilen." Die gesparten Ressourcen könnten den Menschen zuhause zugutekommen.

Der Vielvölkerstaat Äthiopien wurde lange mit harter Hand geführt, Oppositionsarbeit und Meinungsfreiheit wurden nach Kräften gegängelt. Zudem befand sich das Land mit dem Nachbarn Eritrea 20 Jahre lang in einem eingefrorenen Konflikt.

Doch Abiy hat seit seinem Amtsantritt im April vergangenen Jahres eine Reform nach der anderen umgesetzt, darunter das Ende des Ausnahmezustands, die Freilassung Tausender politischer Gefangener und der Friedensschluss mit Eritrea.

Abiy versprach in Davos weitere politische und wirtschaftliche Reformen. "Wir müssen noch mehr machen. Noch sind wir nicht zufrieden."