Schweiz

Ärzte wehren sich gegen Bersets Vorschlag zur Abschaffung der freien Arztwahl

Die Schweizer Ärztinnen und Ärzte fürchten um die freie Arztwahl (Symbolbild).

Die Schweizer Ärztinnen und Ärzte fürchten um die freie Arztwahl (Symbolbild).

Wenn Patienten nicht mehr direkt zum Arzt ihrer Wahl gehen könnten, habe das für die Betroffenen gravierende Konsequenzen, warnt der Berufsverband der Ärztinnen und Ärzte (FMH).

(wap) Die von Bundesrat Alain Berset am Mittwoch angekündigte Einschränkung der freien Arztwahl für Grundversicherte stösst beim Dachverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) auf Kritik. Dies könne insbesondere für chronisch kranke Personen ein Nachteil sein, da diese auf eine stabile Arzt-Patienten-Beziehung angewiesen seien, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Darin wird auch darauf hingewiesen, dass die Patienten nur Erstberatungsstellen auswählen könnten, die auf einer kantonalen Liste verzeichnet seien.

Auch die von Berset vorgeschlagene Zielvorgabe, mit der Bund und Kantone bestimmen wollen, um wie viel die Kosten im Gesundheitsbereich jährlich steigen werden, gefällt dem Ärzteverband nicht. Mit einer solchen Massnahme könne der Umfang der medizinischen Leistung eingeschränkt werden, schreibt er.

Der FMH spricht von «staatlich gelenkter Medizin» und warnt: «Diese beiden Massnahmen hätten spürbare Auswirkungen auf die Patientenzufriedenheit und die Qualität der medizinischen Versorgung.»

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