Strassenverkehr

Ämter sind überlastet: Autos sollen seltener zum Vorführen

Autos sollen seltener zum Vorführen müssen (Symbolbild)

Autos sollen seltener zum Vorführen müssen (Symbolbild)

Autos sollen in der Schweiz nicht mehr so oft wie heute zum Vorführen müssen. Der Bund will die Fristen für die technischen Motorfahrzeugkontrollen erstrecken. Die Garagisten sind nicht begeistert.

«Wir sind dazu bereit, sofern die Verkehrssicherheit nicht darunter leidet», sagt Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen, der «NZZ am Sonntag». Weniger als ein Prozent aller Unfälle sei auf Unzulänglichkeiten an den Autos zurückzuführen. Heute muss ein Fahrzeug erstmals nach vier Jahren zur Kontrolle, drei Jahre später zum zweiten Mal und danach alle zwei Jahre.

Vor allem den ersten Vorführ-Termin könne man ohne Abstriche bei der Sicherheit hinausschieben, argumentiert die Vereinigung der kantonalen Strassenverkehrsämter. Gemeinsam mit dem Bund prüft sie nun eine Änderung der Fristen, eine Option ist dabei das erstmalige Vorführen nach sieben Jahren. Hintergrund der Pläne ist ein Hilferuf der Strassenverkehrsämter.

Sie sind auf Grund der vielen Neuzulassungen derart überlastet, dass sie schon heute bei den Kontrollen teilweise um Jahre nachhinken. Auf Protest stösst das Vorhaben demgegenüber bei den Garagisten. «Wir erachten das heutige System als sinnvoll und sehen aus technischer Sicht keinen Anlass, daran etwas zu ändern», sagt Markus Peter vom Autogewerbeverband. Peter bezweifelt, dass es richtig ist, das Recht den Kapazitäten der Behörden anzupassen.

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