Mord
Adeline M.: Mordopfer von Genf hatte im Gefängnis gekündigt

Die 34-jährige Therapeutin, die am Donnerstag in Genf von einem Häftling ermordet worden war, wollte ab Oktober eine neue Stelle antreten.

Drucken
Teilen
Adeline und der Täter Fabrice Anthamatten

Adeline und der Täter Fabrice Anthamatten

Kapo Genf

«Denn seit Adeline selbst Mutter war, hatte sie Angst vor den Männern, mit denen sie arbeitete.» Zudem berichtet der SonntagsBlick, dass der mutmassliche Mörder, Fabrice

Anthamatten, nicht wie erlaubt ein Messer für die Hufpflege gekauft hat - sondern ein anderes Messer, mit dem er töten konnte.

Mit diesem Messer brachte er Adeline M. um. Anthamatten ist weiterhin flüchtig.

Die Mutter der Toten sagte gegenüber SonntagsBlick, sie sei von den Behörden schlecht informiert worden. So haben Sie aus den Medien vom Tod ihrer Tochter erfahren

müssen.

Anita Chaaban lanciert Initiative

Anita Chaaban, die Frau, die Verwahrungsinitiative lancierte, kündigt erneut eine Volksinitiative an. Nach dem Mord an Adeline M. will sie aktiv werden, berichtet die «Schweiz

am Sonntag».

«Wir haben eine Grenze erreicht. So kann es nicht weitergehen», sagt Chaaban. Sie werde sich für ein schweizerisches Zentralregister für Sexual- und Gewaltstraftäter

einsetzen. Dafür will sie eine Petition lancieren - und wenn das nicht reicht: eine Volksinitiative.

Chaaban fordert totale Transparenz. Alte Straftaten dürften nicht aus dem Strafregister gelöscht werden. Und die beteiligten Personen müssten identifizierbar bleiben. Wer hat

welche Gutachten abgegeben? Welcher Richter hat welche Massnahmen angeordnet? Solche Punkte müsste das Register gemäss Chaaban beinhalten. «Nur so weiss man im

Nachhinein, wo die Fehler entstanden sind und wer dafür verantwortlich ist.» Schon einmal brachte Chaaban eine Volksinitiative zustande. 2004 stimmte das Volk ihrem

Begehren zu, nicht therapierbare und extrem gefährliche Sexual- und Gewaltstraftäter lebenslang zu verwahren.

Aktuelle Nachrichten