Schweizer Armee

Achtung!: Rund 7600 Rekruten werden zur Sommer-RS erwartet

Jetzt heisst es wieder Antreten: In der Rekrutenschule wird auch der Umgang mit dem Granatenwerfer geübt

Jetzt heisst es wieder Antreten: In der Rekrutenschule wird auch der Umgang mit dem Granatenwerfer geübt

Für mehrere tausend junge Schweizer hat es am Montag erstmals geheissen, «Achtung!». Zur Sommer-Rekrutenschule erwartete die Armee 7600 Rekruten. Das sind leicht mehr als in der Sommer-RS des Vorjahres, als 7400 erwartet worden waren.

1400 der Rekruten der Sommer-RS 2011 leisten ihren Dienst als Durchdiener, wie aus einem Communiqué des Verteidigungsdepartements (VBS) hervorgeht. 50 der erwarteten Rekruten sind Frauen.

Das VBS bezeichnete die leicht höhere Rekrutenzahl als weiteren kleinen Schritt in Richtung ausgeglichener Schulbestände. Wie viele Rekruten tatsächlich einrückten, wird frühestens Ende Juli kommuniziert.

73 rekrutierte Männer durften die Sommer-RS nicht antreten. Sie sind in der Risikoprüfung hängen geblieben. Seit Anfang 2010 überprüft die Armee zwischen der Rekrutierung und dem Einrücken, ob die angehenden Rekruten eine mögliche Gefahr für sich oder ihr Umfeld darstellen könnten.

Hilfsangebot für Rekruten

Geprüft wird, ob eine strafrechtliche Verurteilung vorliegt oder ein Strafverfahren hängig ist. Ist dies der Fall, erhalten die Betroffenen kein Aufgebot.

Die Massnahme ist eine Folge des Mordes vom Hönggerberg in Zürich im Jahr 2007. Damals hatte ein 21-jähriger Soldat mit einem Schweizer Armeegewehr eine 16-Jährige getötet.

Für Rekruten in schwierigen Situationen bietet die Armee intern Hilfe: Sie können sich in persönlichen Fragen und Angelegenheiten direkt an ihren Kommandanten, den Truppenarzt, den Armeeseelsorger, den Psychologisch-Pädagogischen Dienst oder den Sozialdienst der Armee wenden.

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