Kurt Wernli

Abschied mit eigenem Marsch

Einen Abend lang im Mittelpunkt: Elisabeth und Kurt Wernli genossen den Anlass in vollen Zügen (rahu)

Wernli und Frau

Einen Abend lang im Mittelpunkt: Elisabeth und Kurt Wernli genossen den Anlass in vollen Zügen (rahu)

Schönes Fest in Buchs für den abgetretenen Regierungsrat Kurt Wernli: In feierlichem Rahmen wurde Wernli am Mittwochabend in Buchs von fast 200 Gästen als Regierungsrat verabschiedet.

Mathias Küng

Vergangenen Samstag wurde Ernst Hasler in Zofingen gefeiert. Gestern Abend war die Reihe an Kurt Wernli, der seinem Kollegen nicht nachstehen mochte. Ein Bundesrat kam zwar nicht - auf Bundesebene haben wir derzeit keinen parteilosen Magistraten. Dafür intonierte das Spiel der Kantonspolizei den «Landammann-Kurt-Wernli-Marsch». Das ist so gut wie ein Bundesratsbesuch. Wer kann schon einen Marsch sein Eigen nennen?

In etwas kleinerem, aber feinem Rahmen feierten im Gemeindesaal in Buchs gegen 200 Gäste Kurt Wernli. Alles, was Rang und Namen hat in Justiz und Polizei des Kantons Aargau, aus den Ämtern für Wirtschaft und Arbeit, für Migration und für den Strassenverkehr. Unübersehbar schon von der Statur her der vorherige «Sheriff» Léon Borer, der 29 Jahre lang die Aargauer Polizei kommandierte, sowie der jetzige Kommandant Stephan Reinhardt.

Mit den Gästen feierte Urs Hofmann, Nachfolger Wernlis als Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI). Nicht nachtragend mochte an diesem Abend auch die SP Aargau sein, der Wernli vor zehn Jahren als «wilder» Kandidat den Sitz im Regierungsrat weggeschnappt hatte. So fanden sich der amtierende Fraktionschef Dieter Egli und die frühere Fraktionschefin Katharina Kerr ein.

Es galt, 35 Jahre politisches Wirken von Kurt Wernli als Mitglied des Verfassungsrates (damals noch für die SP) als Grossrat und schliesslich gut zehn Jahre als Regierungsrat - in dieser Zeit war er zweimal Landammann - zu würdigen.

Nicht über den Tisch zu ziehen

Die Würdigung seiner Regierungszeit erfolgte in mehreren Ansprachen. Vorab
von Landstatthalter Peter C. Beyeler, Obergerichtspräsident Ruedi Bürgi, dem scheidenden Grossratspräsidenten Walter Markwalder und Generalsekretär Hans-Peter Fricker. Schliesslich schaute der Gefeierte selbst auf seine Tätigkeit zurück.

Landstatthalter Beyeler rühmte Wernlis Leadership, mit der er mitgeholfen habe, den Aargau voranzubringen. Einen Nachteil seines scheidenden Regierungskollegen offenbarte Beyeler aber den schmunzelnden Gästen. Wernli sei immer sehr gut vorbereitet gewesen, manchmal auch ein bisschen belehrend (da brach wohl der Lehrer durch) und argumentativ gut. Deshalb, so Beyeler mehr scherz- als ernsthaft, «konnte man ihn auch nie über den Tisch ziehen».

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