Nur 5 Prozent der geimpften Personen seien an Grippe erkrankt, teilte das BAG am Dienstag in seinem wöchentlichen Bulletin mit. Dementsprechend werde für die nächste Saison die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs nur minim angepasst.

Während der vergangenen Saison seien die zirkulierenden Influenza-A-Viren vollständig, die Influenza-B-Viren grösstenteils durch den Impfstoff abgedeckt worden. Dies sei "eine gute Voraussetzung für den optimalen Schutz der geimpften Bevölkerung".

Gemäss Angaben der fünf Grippeimpfstoffhersteller sind für den Herbst 2013 sind rund 1,1 Millionen Dosen vorgesehen - etwa gleich viele wie im vergangenen Jahr. Der optimale Zeitpunkt für die jährliche Grippeimpfung legt laut BAG zwischen Mitte Oktober und Mitte November.

Das BAG empfiehlt für die bevorstehende Grippesaison gesunden Schwangeren die Grippeimpfung neu während der gesamten Schwangerschaft. Dies, weil immer mehr Studien zeigten, dass diese nicht nur sicher sei, sondern auch dazu beitrage, die Schwangere und ihr Kind vor Komplikationen zu schützen.

Rekord-Grippewelle

Rund 265'000 Personen oder 3 Prozent der Bevölkerung suchten zwischen Anfang Oktober 2012 und Anfang Mai 2013 wegen einer grippeähnlichen Erkrankung einen Arzt auf. Dies waren laut BAG deutlich mehr im Durchschnitt der vorherigen 10 Saisons. Ähnlich heftig waren nur die Grippesaisons 2004/2005 und 2008/2009.

Die Epidemieschwelle wurde Anfang Januar erstmals übertroffen. In der Folge erreichte die Grippekurve Mitte Februar ihren Höhepunkt. Insgesamt dauerte die Grippeepidemie 12 Wochen, also bis Ende März.

Besonders von der Grippe betroffen waren Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Die Kantone Graubünden und Tessin traf die Epidemie am stärksten. Allerdings war die ganze Schweiz von der Grippe betroffen.

Zu schaffen machten den Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz vorwiegend drei verschiedene Grippeviren: Am weitesten verbreitet war laut BAG der Virustyp Influenza B. Dahinter folgten die Typen Influenza A (H1N1)pdm09 und Influenza A (H3N2).