Vorstadt

«Aber die Ampel muss bleiben»

Brugger Vorstadt: Sicherheit ist bei der Neugestaltung oberstes Gebot.

Brugg Vorstadt

Brugger Vorstadt: Sicherheit ist bei der Neugestaltung oberstes Gebot.

Die Brugger Vorstadt, jenseits von Aare – und vor allem Kantonsstrasse – soll aufgewertet und besser an die Altstadt «angebunden» werden: Das ist das Ziel des Projektes Freiraumgestaltung Vorstadt.


Louis Probst

«Am meisten hat uns das Thema Sicherheit beschäftigt», betonte Stadtammann Rolf Alder zum Projektierungskredit von 218000 Franken für die Freiraumgestaltung der Vorstadt. «Knackpunkt war die Lichtsignalanlage.» Passend zur Ampel-Diskussion bat der Stadtammann: «Bitte geben Sie grünes Licht. Wir wollen eine attraktive Vorstadt. Stimmen Sie zu, damit wir der Realisierung einen Schritt näher kommen.»

Die Lichtsignalanlage - die gemäss einer ersten Projektidee entfernt und durch Mittelinseln ersetzt werden soll, um die Querung der Kantonsstrasse für Fussgänger einfacher und übersichtlicher zu machen - stand auch im Einwohnerrat sozusagen im Zentrum.

Sicherheit muss vorgehen

«Die Ampel muss zwingend bleiben», betonte Barbara Iten (cvp). «Kleine Kinder sind noch nicht in der Lage, komplexe Verkehrssituationen zu überblicken. Aber auch für ältere Menschen ist die Ampel hilfreich.» Für die Ampel machten sich auch Leo Geissmann (cvp) und Willy Wengi (fdp) stark. «Für mich ist nicht ganz ersichtlich, weshalb man auf die Lichtsignalanlage verzichten will», sagte Leo Geissmann. «Ich bin gegen die Vorlage, weil sie zu wenig verbindliche Aussagen zur Lichtsignalanlage macht. Ich will klar eine Lichtsignalanlage.» Auch Willi Wengi forderte: «Die Lichtsignalanlage muss zwingend erhalten bleiben - auch aus der Sicht des Autofahrers.» Titus Meier (fdp) stellte fest: «Die bestehende Lichtsignalanlage muss schnellstmöglich verbessert werden.» Die EVP sei grundsätzlich für das Projekt, erklärte Susanne Baumgartner. Aber man müsse die Sicherheit überdenken und mit dem Kanton über eine Tempobeschränkung reden. «Ob Ampel oder Tempobeschränkung», betonte sie. «Es muss die für Kinder sicherste Variante gewählt werden.»

Für die Annahme der Vorlage sprachen sich im Namen ihrer Fraktionen Hans Zulauf (fdp), Dorothee Heer (sp) und Adi Wegmüller (svp) aus. «Neben der Verkehrssicherheit besteht das Problem der Aussenbeleuchtung», stellte Thomas Gremminger (Grüne) fest. Er warnte vor der Gefahr einer Lichtverschmutzung durch eine Beleuchtung von Aarebrücke und Schwarzem Turm. «Wichtig sind nicht nur die Bauten, sondern auch der Naturraum», gab er zu bedenken. Beat Ganz (cvp) bemerkte: «Jetzt gilt es die Ampel auf Grün zu stellen. Vor acht Jahren habe ich die Eingabe für die Aufwertung der Vorstadt gemacht.»

Stadtammann Alder versicherte, dass der Stadtrat die Anregungen ernst nehmen und sich bemühen werde, schnell vorwärts zu kommen.»

Der Kredit wurde mit 44 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme klar genehmigt.

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