Nahost-Konflikt

Abbas bekennt sich zum Dialog mit Israel

Mahmud Abbas ist für Dialog (Archiv)

Mahmud Abbas ist für Dialog (Archiv)

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat sich zum Dialog mit Israel bekannt. Nur Verhandlungen, nicht aber Gewalt führten zu einem palästinensischen Staat, sagte Abbas in der ersten Kabinettssitzung nach dem Parteitag seiner Fatah.

"Wir suchen den Frieden", fügte der Fatah-Chef hinzu. Politikexperten sahen in Abbas' Erklärung eine Relativierung von Äusserungen auf dem Parteitag, wo er Widerstand gegen die israelische Besetzung des Westjordanlands als Option bezeichnet hatte. Als mögliche Form des Widerstandes hatte er zivilen Ungehorsam genannt.

Die USA und Israel hatten verärgert auf die Äusserungen des Palästinenser-Präsidenten reagiert. Dem wolle Abbas mit seinem Dialog-Bekenntnis entgegenwirken, hiess es im Kreis von Politikexperten.

Der ägyptische Präsident Husni Mubarak schloss derweil eine schnelle Normalisierung des Verhältnisses arabischer Länder zu Israel aus. Zunächst müsse es eine Friedensregelung geben, sagte Mubarak in einem Interview der staatlich kontrollierten Zeitung "Al-Ahram". Erst danach würden die arabischen Staaten Israel anerkennen.

Wenn Israel den Siedlungsbau stoppe und die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern wiederaufnehme, könnten einige arabische Länder eine Wiedereröffnung ihrer Handelsvertretungen in Israel erwägen, sagte Mubarak weiter.

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