Tourismus

Ab September müssen Gäste in Genfer Airbnb-Wohnungen Kurtaxe zahlen

Das neue Genfer Tourismusgesetz sieht vor, dass alle touristischen Unterkünfte bei der Kurtaxe gleich behandelt werden.

Das neue Genfer Tourismusgesetz sieht vor, dass alle touristischen Unterkünfte bei der Kurtaxe gleich behandelt werden.

Der Kanton Genf hat mit der Buchungsplattform Airbnb ein Abkommen unterzeichnet, wonach ab September auch Airbnb-Unterkünfte kurtaxpflichtig sind. Mit den zusätzlichen Einnahmen will der Kanton den Tourismus in der Krise stärken.

(agl) Ab dem 1. September wird Airbnb von ihren Gästen die Kurtaxe von 3,75 Franken für jede im Kanton gebuchte Nacht erheben, schreibt das Genfer Wirtschaftsdepartement (DDE) am Freitag in einer Mitteilung. Die Einnahmen von geschätzt 500'000 Franken pro Jahr sollen der Genfer Wirtschaft und insbesondere dem Tourismus zugute kommen, der aufgrund der Coronakrise besonders geschwächt sei, heisst es weiter.

«Der Kanton wird über mehr Mittel verfügen, um Genf als Destination für den Freizeit- und Geschäftstourismus zu fördern und zu verkaufen», wird Staatsrat Pierre Maudet in der Mitteilung zitiert. Dies wirke sich auch positiv auf die Schaffung von Arbeitsplätzen aus. Die Erhebung der Kurtaxe soll vollständig digital erfolgen. Das Abkommen mit Airbnb ermögliche die direkte Überweisung der eingezogenen Beträge an die Behörden ohne Gebühren und reduziere den administrativen Aufwand deutlich.

Das Abkommen von Airbnb mit Genf ist gemäss der Mitteilung nicht die erste Zusammenarbeit der Buchungsplattform mit einem Schweizer Kanton. Es gibt bereits ähnliche Vereinbarungen in Luzern, Zürich, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Zug, Schaffhausen und Freiburg. Grundlage für das Genfer Abkommen ist das neue Tourismusgesetz, welches der Grosse Rat im vergangenen Jahr verabschiedet hat. Dieses sieht bei der Kurtaxe die Gleichbehandlung aller Unterbringer vor, ob traditionell oder digital.

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