Büren
Ab Mitte August wird am «Bahnhofstutz» gegraben

2,78 Mio. Franken sollen die Stimmberechtigten am 2. Juni an der Gemeindeversammlung in Büren bewilligen. Das Geld wird im wahrsten Sinne des Wortes im Boden verschwinden – genauer in der Bahnhofstrasse. Die Kanalisations- und Meteorabwasserleitungen müssen zwingend ersetzt oder gar neu gebaut werden.

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Bahnhofstutz

Bahnhofstutz

Grenchner Tagblatt

Jürg Amsler

«In der zweiten Augustwoche will der Kanton mit den Arbeiten für die Umfahrung Bahnhofstrasse beginnen. Als Erstes soll der Kreisel beim Bahnhof gebaut werden. Das heisst, dass wir auf diesen Zeitpunkt hin auch bereit sein müssen. In erster Linie muss die Finanzierung gesichert sein.»

Herbert Kocher, Gemeinderat und Vorsteher des Ressorts Bau und Planung, begründet den Antrag des Gemeinderates für den Investitionskredit von knapp 3 Mio. Franken. «Wir haben keine andere Wahl. Bevor der Kanton mit dem Ausbau der Bahnhofstrasse beginnen kann, müssen die Werkleitungen durch die Gemeinde ersetzt werden.

Dies betrifft insbesondere die bestehenden Kanalisations- und Meteorabwasserleitungen. Für das Meteorabwasser muss zum grossen Teil eine neue Leitung gebaut werden.» Kocher gibt zu verstehen, dass die Gemeinde nicht als Einzige Rohre oder Leitungen in den Strassenuntergrund versenken will.

Der Bauvorsteher: «Die Oberaufsicht über sämtliche Bauarbeiten liegt beim Kanton, der die Koordination übernimmt.» Wenn die Gemeindeversammlung dem beantragten Kredit von 2,78 Mio. Franken zustimmt, werde die Gemeinde mit den Bauarbeiten am «Bahnhofstutz» starten. Kocher: «Während der ganzen Bauzeit wird die Bahnhofstrasse im Baustellenbereich einspurig befahrbar bleiben.»

Praxis hat sich bewährt

Die Gemeinde werde nicht nur die Hauptleitungen in der Bahnhofstrasse, sondern auch die Hausanschlüsse zu den privaten Liegenschaften ausführen lassen und vorfinanzieren. «In welcher Grössenordnung die einzelnen Rückforderungen ausfallen, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Das hängt vom Zustand der zu ersetzenden Anschlüsse ab.»

Kocher erklärt, dass die Gemeinde mit dieser Praxis in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht habe: «Wir setzen lieber auf eine saubere Bauausführung als auf die prompte Rückerstattung der Grundeigentümerbeiträge.»

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