Die Aargauer Sozialvorsteherin Susanne Hochuli fordert in der «Schweiz am Sonntag», dass der Bund seine Kasernen für Flüchtlinge öffne. «Wenn innert kurzer Zeit Tausende kommen, muss Platz in Kasernen geschaffen werden.»

Es dürfe nicht so weit kommen, dass Kantone und Gemeinden ihre Turnhallen öffnen müssen. «Das würde in der Bevölkerung nicht verstanden und zu Spannungen führen.»

Der Idee des Berner Regierungspräsidenten und Vorsteher der Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz Hans-Jörg Käser, das Notfallkonzept von Bund und Kantonen jetzt hochzufahren,  steht Hochuli kritisch gegenüber. «Eine Verschärfung des Asylrechts löst das Problem der Unterbringung nicht», sagte sie der «Schweiz am Sonntag». 

Auch wenn gewissen Asylsuchenden nur noch Schutz gewährt und kein Asyl mehr erteilt würde, müssten die trotzdem untergebracht werden. «Schon heute haben wir viele abgewiesene Asylsuchende. Denen müssen wir ein Dach über dem Kopf geben.»

Käser hatte am Samstag in einem Radiointerview angeregt, dass Flüchtlinge aus Afghanistan nur noch vorläufiger Schutz und kein Asyl mehr zu gewähren.