Aargau
Aargauer Regierung will keinen «Glück»-Unterricht

Die Aargauer Regierung will für Berufs- und Oberstufenschüler kein Schulfach «Glück» schaffen. In den Berufsschulen würden die «Kompetenzen zum Glücklichsein seit jeher unterrichtet». Und in der Volksschule werde der neue Lehrplan «etwas zum Glücksgefühl» der Schüler beitragen.

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Die Forderung der Grünen im Kantonsparlament, den Berufs- und Oberstufenschülern die positiven Seiten des Lebens in einem Wahlfach näherzubringen, sei «seit langem erfüllt», teilte der Regierungsrat am Freitag mit. Die Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenz sei ein zentraler Bildungsauftrag.

Die Grünen hatten im Januar in einem Postulat einen speziellen «Glück»-Unterricht gefordert und damit grosses Aufsehen erregt. Es gehe nicht um eine «Zuckerguss-Pädagogik», machten die Grünen klar. Der Umgang mit Glück sei jedoch eine Lebenskompetenz.

Die Partei hatte die positiven Erfahrungen mit dem Wahlfach «Glück» an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg in Deutschland aufgegriffen. Seit zwei Jahren werden dort die jungen Erwachsenen zu Themen wie «Freude am Leben» und «Freude an der eigenen Leistung» unterrichtet.

«Etwas zum Glücksgefühl beitragen»

Die Regierung gibt sich überzeugt, dass auch die aargauischen Volksschüler bald das Glück für sich entdecken werden. Mit dem neuen Lehrplan für die Volksschulen der deutschsprachigen Schweiz (Lehrplan 21) würden für die Fächer nämlich neue Kompetenzen formuliert.

«Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden», erläutert der Regierungsrat. Damit seien «gute Bedingungen gegeben, etwas zum Glücksgefühl der Schülerinnen und Schüler beizutragen». (sda)

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