Aargauer Regierung soll sich für Bau des Wisenbergtunnels einsetzen

Wisenberg Tunnel

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Ein Postulat aus dem Grossen Rat fordert, dass die Aargauer Regierung in Bern Druck macht. Die Nordwestschweiz könne nicht bis zum Jahr 2030 warten, fordert SP-Grossrat Roland Agustoni.

Die Aargauer Regierung soll sich mit den Regierungen der Kantone Jura, Solothurn und beider Basel zusammentun, um in Bern Druck auf eine Realisierung des Wisenbergtunnels zu machen. Man solle dabei auch die Möglichkeit einbeziehen, das Projekt vorzufinanzieren, fordert Grossrat Roland Agustoni (SP, Magden) in einem Postulat.

Aufgrund des Entscheids der eidgenössischen Räte werde ein Bau des Wisenbergtunnels kaum vor 2030 spruchreif sein und es sei mit einer Planungs- und Bauzeit von etwa 20 Jahren zu rechnen. Diesen Zeithorizont könne die Nordwestschweiz nicht hinnehmen, begründet Agustoni seinen Vorstoss. Zumal man vor dem Hintergrund, dass der Bund in den nächsten Jahren 1,5 Milliarden sparen will, befürchten müsse, dass das Wisenbergprojekt sogar auf unbestimmte Zeit weit über das Jahr 2030 hinaus verschoben werden soll.

Das Interesse der Nordwestschweiz an einer Realisierung des Wisenbergtunnels ist evident. Beim Güterverkehr wird auf der Nord-Süd-Achse bis 2030 mit einem Nachfragewachstum von bis zu 100 Prozent gerechnet, beim Personenverkehr rechnen die SBB ebenfalls mit einem ähnlich stark steigenden Passagieraufkommen, für den Aargau kommt der geplante Containerterminal Limmattal erschwerend hinzu.

Diese weitere Belastung werde die Bözberglinie unmöglich bewältigen können und so werde nicht nur das Fricktal, sondern der ganze Kanton Aargau ohne Entlastung durch den Wisenbergtunnel vor unlösbare Probleme gestellt, so Roland Agustoni. (MOU)

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