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Aargauer Regierung kritisiert die neue Strategie von Neuenhof

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Neuenhof will nach der geplatzten Fusion mit Baden den Steuerfuss von 115 auf 98 Prozent senken. Der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann zweifelt an der neuen Strategie der Gemeinde und befürchtet gar eine massive Überschuldung.

«Jede Strategie muss nachhaltig sein, langfristig und zum Wohle der Gemeinde», sagt der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann zum Regionaljournal Aargau/Solothurn. «Beim Vorschlag des Gemeinderats Neuenhof habe ich aber meine Zweifel.» Die Agglomerationsgemeinde Neuenhof will nach der geplatzten Fusion mit Baden den Steuerfuss massiv senken, nämlich von 115 % auf 98 %. Damit sollen reiche Neuzuzüger angelockt werden.

Regierungsrat Urs Hofmann kritisiert das Vorgehen von Neuenhof und befürchtet eine Überschuldung der Gemeinde und schliesslich eine Zwangsverwaltung durch den Kanton.

Andere Agglomerationsgemeinden weisen stabile Finanzen auf

Neuenhof ist zwar eine Agglomerationsgemeinde mit hohem Ausländeranteil, gemäss Hofmann gebe es aber zahlreiche andere Gemeinden mit ähnlichen Strukturen, welche aber eine stabile finanzielle Lage aufweisen. Wieso dies bei Neuenhof nicht der Fall sei, wisse man noch nicht. Zudem handle es sich bei den Problemgemeinden meist eher um ländliche Gemeinden.

Die Regierung will nächste Woche einen Vorschlag präsentieren, wie man die Gemeinden dazu bringt, sich zusammenzuschliessen. (skh)

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