Computerproblem
Aargauer Kantonsverwaltung hat Systempanne

Spezialisten des Kantons arbeiten seit Mittwoch Tag und Nacht daran, eine die kantonale Verwaltung betreffende Computerpanne zu beheben. Laut Auskunft des stellvertretenden Regierungssprechers Christoph Leuenberger ist die Ursache für die Panne auf einen Systemfehler zurückzuführen. Also nicht auf menschliches Versagen, einen Virus oder gar eine Hackerattacke.

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Regierungsdokumente im Computerstau

Regierungsdokumente im Computerstau

Mathias Küng

Die Folgen sind für alle spürbar: Der Zugriff auf Regierungsdokumente in der internen Geschäftsdatenbank blieb zwar weiterhin möglich. Doch konnte man diese nicht mit neuen Dokumenten füttern. Die ordentliche Regierungssitzung von Mittwoch war davon nicht betroffen, weil die dafür notwendigen Dokumente schon vor Beginn der Computerpanne bereitgestellt worden waren.

Nebeneffekte der Panne waren, dass manche Mitarbeiter ihr Mail nicht mehr voll nutzen konnten, Mails mit Verzögerung bei ihren Empfängern ankamen, man externe Anrufer teilweise intern nicht mehr weiterverbinden konnte. Bei andern «parierten» die Druckfunktionen nicht mehr. Und die Kantonspolizei konnte ihre Medienmitteilungen auf ihrer Homepage nicht mehr aufschalten.

Geoportal lief nicht mehr

Nach Hause schicken musste man wegen der Computerpanne aber niemanden, betonte Leuenberger. Von aussen sichtbar wurde das Problem auch für Leute, die auf die Homepage des Kantons zugreifen wollten. Statische Daten (etwa Botschaften der Regierung etc.) waren weiterhin abrufbar, nicht aber dynamische Daten. So liefen wichtige Web-Applikationen nicht mehr. Beispielsweise das Geoportal des Kantons.

Sicherheit nicht tangiert

Leuenberger betonte auf Nachfrage, das Funktionieren der Blaulichtorganisationen und der Spitäler sei davon nicht betroffen. Die Sicherheit sei gewährleistet – auch die aller Daten, etwa der Steuerdaten. Nach derzeitigem Wissensstand seien keine Daten verloren gegangen.

Die kantonalen Angestellten wurden gestern zweimal über den Stand der Problembehebung informiert. Eine nächste Information ist auf Freitag, 8 Uhr angesagt.

Gestern Abend hiess es, dass ab heute der Zugriff auf die so genannten «öffentlichen Ordner» wieder klappen soll. Dort sind die Mailgruppen (zum Beispiel Medien etc.) abgelegt. Mails sollten heute also aus der kantonalen Verwaltung wieder normal verschickt werden können. Sobald am Morgen in den Büros die Computer angehen, werden die Angestellten sehr rasch wissen, ob das Pro-blem in der vergangenen Nacht tatsächlich behoben werden konnte oder ob die Informatiker noch dran sind.