Der Aargau sei mit 65 Chemiebetrieben, drei AKW, viel Verkehr und Gewässer prädestiniert für Katastrophen, sagte Regierungsrat Ernst Hasler, Vorsteher des Departementes für Gesundheit und Soziales (DGS), vor den Medien in Aarau.

Die Gefährdungsanalyse zeigt Risiken auf, mit denen der Aargau leben muss. In der Studie wurden 25 Hauptszenarien durchleuchtet. Neun davon sind bereits von den Einsatzkräften wie Polizei-, Feuerwehr und Sanität besprochen worden, wie René Müller, Chef der Sektion Katastrophenvorsorge im DGS, sagte.

Bei den Treffen seien auch Defizite zum Vorschein gekommen, hielt Müller fest. Der Kanton habe daraufhin für eine Länge von 1000 Metern mobile Hochwassersperren gekauft und zwei mobile Dekontaminationsstellen angeschafft. Der Kanton plant im nächsten Jahr eine weitere Katastrophenübung mit 400 bis 600 Teilnehmern.

Mit einer umfassenden Gefährdungsanalyse beschreitet der Kanton Aargau Neuland. In anderen Kantonen und vom Bund würde die Studie wahrgenommen, sagte Regierungsrat Ernst Hasler. Im DGS seien bereits mehrere Anfragen für die Gefährdungsanalyse eingegangen.