Aarau

Der Bundesrat hat die Engpässe auf dem Nationalstrassennetz priorisiert und den Abschnitt Aarau West–Aarau Ost zurückgestellt. Der Planungsverband der Region Aarau (PRA) will jetzt via Kanton Druck machen.

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Dass der Bund dem A1-Ausbau von Aarau West (Kölliken) nach Aarau Ost (Hunzenschwil) die niedrigste Priorität beimisst, erfüllt den PRA mit «grosser Sorge». Diese Zuordnung erfolge, obwohl der Problemdruck der Abschnitte östlich des Anschlusses Aarau West als gross bis sehr gross eingestuft werde, schreibt der PRA-Vorstand weiter.

Anschluss Wynental gefährdet

Im Klartext heisse dies, dass der 6-Spur-Ausbau zwischen Aarau West und Aarau Ost planerisch nicht weiterverfolgt werde. Und: «Angesichts des vom Bund ermittelten Problemdrucks auf diesem Abschnitt dürfte auch ein neuer Anschluss Wynental ohne Ausbau auf 6 Spuren kaum Chancen haben.»

Der Vorstand tat bereits letzten Herbst seine Unterstützung für das Postulat von Grossrat Beat Rüetschi kund, das einen Wynentaler Autobahnanschluss in Suhr-Gränichen verlangt. Ein solcher sei nötig, um das Siedlungsgebiet von Aarau und Suhr zu entlasten.

Im Weiteren dürfe die Sistierung des 6-Spur-Ausbaus nicht bewirken, dass die Planung und Realisierung der Ostumfahrung Suhr verzögert werde. Falls der Bund an der Priorisierung nichts ändere, sei auf kantonaler Ebene der Südumfahrung Suhr neu eine hohe Priorität einzuräumen und unverzüglich deren Projektierung in Koordination mit der Ostumfahrung Suhr einzuleiten. Der Bedarf und der Zusammenhang mit der Ostumfahrung würden im Bericht zum Verkehrsmanagement Aarau klar ausgewiesen.

Der PRA «bittet den Kanton, im Rahmen seiner Stellungnahme an den Bund mit Nachdruck eine höhere Priorisierung zu verlangen». (mz/aen)