Asylstatistik

8392 Asylgesuche seit Januar 2009 eingereicht

Objekt der Begierde: F-Ausweis (Archiv)

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Zwischen April und Juli sind wegen des Wetters weniger Eritreer und Somalier von Libyen übers Mittelmeer nach Lampedusa und Sizilien (I) gereist. Dies ist mit ein Grund, weshalb in der Schweiz im zweiten Quartal 2009 weniger Asylgesuche eingereicht worden sind.

Zwischen Januar und März 2009 hatten 4938 Menschen ein Asylgesuch in der Schweiz eingereicht. Von April bis Ende Juni waren es noch 3454 Gesuche, wie das Bundesamt für Migration (BFM) mitteilte.

Der Rückgang um 30 Prozent erklärt sich das BFM mit dem "witterungsbedingten Unterbruch der von Eritreern und Somaliern stark frequentierten Migrationsroute".

So nahmen denn auch die Gesuche aus Eritrea um zwei Drittel ab; solche von Somaliern um drei Viertel. Im zweiten Quartal stellten vor allem Menschen aus Nigeria und Sri Lanka Asylgesuche. Dies obwohl gemäss BFM Nigerianer "praktisch keine Aussicht haben, Asyl zu erhalten". Im laufenden Jahr seien gerade mal vier Personen aus Nigeria vorläufig aufgenommen worden.

Die Regierung hatte die Offensive in der vergangenen Woche für beendet erklärt. In der Region kommt es aber weiterhin zu vereinzelten Gefechten. Die Vereinten Nationen hatten betont, die Rückkehr der Flüchtlinge müsse freiwillig erfolgen.Die Gesuche aus Sri Lanka erklärt das BFM mit der militärischen Niederlage der Tamil Tigers LTTE. Unter der tamilischen Bevölkerung herrsche "latente Unsicherheit". Das führe zu einer anhaltenden Abwanderung.

In der ersten Jahreshälfte sind insgesamt 3074 Personen behördlich kontrolliert auf dem Luftweg aus der Schweiz ausgereist. Ein Viertel davon reiste selbständig aus, drei Viertel mussten rückgeführt werden, wobei 179 bis ins Zielland begleitet wurden.

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