Einer der grössten Betrugsfälle in der Schweizer Prozessgeschichte endet mit einem Schuldspruch.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass durch Dieter Behrings System insgesamt 2000 Personen geschädigt wurden und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten.

Die Bundesanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten gefordert. Die Verteidigung hatte dagegen die Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch beantragt.

Wiederkehrende Themen während des Prozesses waren die lange Verfahrensdauer von unterdessen zwölf Jahren und die sogenannte "Fokussierung" auf Dieter Behring. Gegen seine Geschäftspartner ist das Verfahren wegen Betrugs eingestellt worden, allerdings ermittelt die Bundesanwaltschaft noch in abgetrennten Verfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung.

Noch ist das Urteil des Bundesstrafgerichts nicht rechtskräftig - Behring könnte den Entscheid noch vor dem Bundesgericht anfechten.

Prozess gegen Dieter Behring (Mai 2016): Seine Frau Ruth steht ihm zur Seite

Prozess gegen Dieter Behring: Seine Frau Ruth steht ihm zur Seite

Financier Dieter Behring steht seit Mai vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Er muss sich wegen Betrug, Veruntreuung und Geldwäsche verantworten. Beim Prozess immer an seiner Seite: Seine Frau Ruth und seine beiden Anwälte Bruno Steiner (mit Kappe) und Daniel Walder.