Kriminalstatistik-Analyse
8 bis 23 Prozent: Risiko für Einbrecher geschnappt zu werden unterscheidet sich gewaltig

Eine Analyse der Kriminalstatistiken aller Kantone zeigt: Die Aufklärungsquoten von Einbrüchen ist im Kanton Solothurn am kleinsten, im Kanton Neuenburg am grössten. Der Aargau liegt genau im Schweizer Durchschnitt.

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Die Quote der Ermittlungserfolge der Polizei bei Einbrüchen unterscheidet sich gewaltig. (Symbolbild)

Die Quote der Ermittlungserfolge der Polizei bei Einbrüchen unterscheidet sich gewaltig. (Symbolbild)

Thinkstock

Während Neuenburg und Schaffhausen bei diesem Massendelikt im Mehrjahresschnitt Aufklärungsquoten von 22,9 und 22,3 Prozent verzeichnen, liegt die Quote im Kanton Solothurn bei nur 8,4 Prozent. Von 12'375 Einbrüchen konnte Solothurns Polizei etwas über 1000 Delikte aufklären, wie eine Analyse der «Sonntagszeitung» ergab.

Ein «erheblicher Ermittlungsaufwand» sei nötig, um Tätern Delikte nachweisen zu können, klagt die Solothurner Polizei. Im Vergleich zu anderen Kantonen gebe es in Solothurn eine überdurchschnittlich hohe Einbruchszahl. Deshalb sei die Quote eher tiefer ausgefallen.

Diesen Aufwand betreibt der Kanton Schaffhausen, der mit durchschnittlich 22,3 Prozent in der Deutschschweiz beim Einbruchdiebstahl die beste Aufklärungsquote verzeichnet.

Um Einbrecher zu fassen, setzt der kleine Kanton konsequenten Kriminaltechniker ein. Bis zu einen Arbeitstag arbeiten diese pro Einbruch an der Sicherung und dem Abgleich der Tatortspuren.

Zur Aufklärung von Einbrüchen müsste die verfügbare Kriminaltechnik flächendeckend eingesetzt werden, verlangt jetzt Max Hofmann, Generalsekretär des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). Es gehe nicht an, dass man aus Sparüberlegungen darauf verzichte. Das sei die Gesellschaft den Opfern von Einbrüchen schuldig, die oft an den traumatischen Erlebnissen leiden würden.