Nahost - Gaza

7000 Israelis protestieren gegen Besatzung der Palästinensergebiete

Israelis und Araber fordern ein Ende der Besatzung und der Blockade

Israelis und Araber fordern ein Ende der Besatzung und der Blockade

In Israel haben tausende Menschen gegen die Besatzung der Palästinensergebiete demonstriert. Mehr als 7000 jüdische und arabischstämmige Israelis zogen durch das Zentrum von Tel Aviv.

Sie folgten damit dem Aufruf von der Anti-Siedlungs-Bewegung Frieden jetzt und anderer linksgerichteter Organisationen anlässlich des 43. Jahrestags des Sechs-Tage-Kriegs 1967. Die Demonstranten schwenkten israelische und palästinensische Flaggen und riefen "Israel, Palästina - zwei Staaten für zwei Völker".

Die Demonstranten wandten sich gegen die Regierung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die Israel ruiniere anstatt es zum Frieden zu führen. Sie richteten sich gegen die Erstürmung einer Hilfsflotte für den Gazastreifen durch die israelische Armee, bei der am Montag neun Menschen ums Leben gekommen waren.

Die Demonstranten forderten die Aufhebung der Blockade des von der radikalislamischen Hamas regierten Gazastreifens. Israel müsse Schiffe mit Hilfsgütern in das Palästinensergebiet lassen. Mit der Blockade will die Regierung in Jerusalem das Einschmuggeln von Waffen in den schmalen Küstenstreifen verhindern.

Am Vortag hatte die israelische Armee erneut ein Schiff an der Fahrt zu dem Küstenstreifen gehindert. Der irische Frachter "Rachel Corrie" wurde aber ohne Waffengewalt gestoppt und zum südisraelischen Hafen Aschdod umgelenkt.

Die pro-palästinensischen Aktivisten des abgefangenen Hilfsschiffs sollen in Kürze das Land verlassen. Alle 19 Passagiere und Besatzungsmitglieder hätten die Ausreisepapiere unterzeichnet, hiess es.

Die meisten flögen direkt mit dem Flugzeug heim, sechs Malaysier und ein Kubaner reisten dagegen über Jordanien aus, sagte eine Sprecherin des israelischen Innenministeriums.

An Bord der "Rachel Corrie" waren den Organisatoren zufolge auch die nordirische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire und der ehemalige stellvertretende UNO-Generalsekretär Denis Halliday aus Irland.

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