60 Hektaren für die 9-Loch-Anlage

Noch steht die exakte Lage des Bad Zurzacher Golfplatzes nicht fest. Mit der Nutzungsplan-Änderung werden die Voraussetzungen für die kommenden Schritte – die Gestaltungsplanung sowie das Baubewilligungsverfahren – geschaffen.

Michael Hunziker

Die Bad Zurzacher Golfplatz-Initianten möchten eine 9-Loch-Anlage realisieren. So viel steht seit längerem fest. Jetzt wird bei diesem bedeutenden Vorhaben ein wichtiger Schritt getan. Bis 1. Oktober liegen im Rathaus in Bad Zurzach die Entwürfe mit Erläuterungen sowie der Vorprüfungsbericht für die Änderung der Nutzungsplanung auf. Der Hintergrund: Erst wenn eine Nutzungszone ausgeschieden ist und - in der Folge - ein Gestaltungsplan vorliegt, kann das Baubewilligungsverfahren erfolgen.

Verschiedene Varianten

Die genaue Lage des Golfplatzes ist nach wie vor nicht fixiert. Sie wird auch im Rahmen der Nutzungsplan-Revision nicht definitiv festgelegt. Denn: Offen bleibt, ob der Barzhof in das Projekt einbezogen werden kann oder nicht. Anders gesagt: Der Golfplatzperimeter wird so festgelegt, dass im folgenden Gestaltungsplanungsverfahren die Realisierung von verschiedenen Varianten möglich ist. Konkret wird das Vorhaben dann im Gestaltungsplanungsverfahren.

Im Planungsbericht ist die Rede von strategischen Perimetern, «auf denen weitergearbeitet werden soll und die im Rahmen des im Nutzungsplan fixierten Golfplatzzonenperimeters noch Veränderungen erfahren können». Und weiter: «Es ist insbesondere zu beachten, dass nach Durchführung der Nutzungsplanung allfällige Landumlegungsverfahren noch durchgeführt werden müssen, damit eine raumplanerisch sinnvolle Abgrenzung des zu realisierenden Golfplatzes erfolgen kann.»

Ökologischer Ausgleich

Die Golfplatzzone umfasst eine Fläche von rund 60 Hektaren. «Es wird im Rahmen des Gestaltungsplanes aufzuzeigen sein, wie sich die neue Golfplatznutzung auf die Bewirtschaftung jener landwirtschaftlichen Parzellen auswirken wird, die nicht in den Golfplatz einbezogen werden können», ist im Planungsbericht festgehalten. Ein «angemessener» ökologischer Ausgleich sei aufgrund der Empfehlungen des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft sicherzustellen und zu realisieren.

Gemäss Departement Bau, Verkehr und Umwelt weisen 9-Loch-Golfanlagen erfahrungsgemäss einen Flächenbedarf von 30 bis 40 Hektaren auf. Der in Bad Zurzach ausgeschiedene Perimeter gehe über den üblichen Bedarf hinaus. Nach der öffentlichen Auflage der Nutzungsplanung sowie der Nutzungsordnung «Teiländerung Golfplatz» wird die Gemeindeversammlung über das Geschäft befinden. Das letzte Wort hat der Kanton.

Informationsveranstaltung Am Mittwoch, 9. September, 19.30 bis etwa 22.15 Uhr lädt der Gemeinderat ins Gebäude der Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim zu einer Informationsveranstaltung zur Nutzungsplanung und zur Nutzungsordnung «Teiländerung Golfplatz» ein.

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