580 Unterschriften für die 2000-Watt-Gesellschaft

580 Unterschriften für die 2000-Watt-Gesellschaft

Förderung der Energieeffizienz, Reduktion des Energieverbrauchs, Reduktion des CO -Austosses – diese Ziele wollen die Dietiker EVP und Grünen mit ihrer Initiative «Umweltschutz konkret» erreichen.

Matthias Kessler

Einen aufblasbaren Erdball hatten die Initiantinnen und Initianten ins Foyer des Dietiker Stadthauses zur Übergabe der Unterschriften mitgebracht. Damit wollten sie, Vertreter von EVP und Grünen, ihre Botschaft versinnbildlichen: Ihre Initiative «Umweltschutz konkret» soll zur Rettung des Klimas beitragen, letzten Endes zur Rettung der Erde.

Die Initiative zielt auf eine Abänderung der Gemeindeordnung. Laut Initiativtext soll die Stadt «im Rahmen ihrer Zuständigkeit für die Erhaltung der Lebensgrundlagen und für den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen» besorgt sein. Und sie solle sich für die Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft, auf die sich beispielsweise auch die Stadt Zürich verpflichtet hat, einsetzen: für die Förderung der Energieeffizenz und erneuerbarer Energiequellen, für eine Reduktion des Energieverbrauchs auf 2000 Watt Dauerleistung pro Einwohner, für eine Reduktion des CO -Austosses auf eine Tonne pro Jahr und Einwohner.

Einbezug in laufende Teilrevision

Für das Einreichen einer Initiative sind in Dietikon innert eines halben Jahres 500 Unterschriften zusammenzutragen. Man habe, erklärte Samuel Spahn (Grüne), Präsident des Initiativ-Komitees, seit Anfang September 2009 drei Aktionen für das Zustandekommen der Initiative durchgeführt. Weitere Unterschriften habe man bei Wahlkampfauftritten für die Gesamterneuerungswahlen Ende Januar gesammelt. Das Resultat: 580 Unterschriften. Gerade bei älteren Personen sei, so Spahn, die Bereitschaft gross gewesen, sich für dieses Anliegen zu engagieren.

Eine Beglaubigung der Unterschriften ist laut Stadtschreiberin Karin Hauser innert Wochenfrist möglich. Für die materielle Behandlung brauche man aber Zeit, merkte Stadtpräsident Otto Müller, der die Unterschriften entgegen nahm, an. Und: Es mache Sinn, so Müller, wenn allfällige Änderungsanträge zur Gemeindeordnung in die laufende Diskussion über eine Teilrevision einfliessen könnten - über diese Teilrevision berät derzeit eine Spezialkommission des Parlaments.

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