Budget
557 Franken fehlt jeder 5. Schweizer Familie Ende Monat

15 Porzent der Schweizer sind von Armut bedroht. Schuld daran sind sinkende Einkommen, höhere Krankenkassenprämien und steigende Mieten.

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Kinder

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Limmattaler Zeitung

Das Bundesamt für Statistik meldete es: 14,6 Prozent der Schweizer sind von Armut betroffen. Und laut Caritas Schweiz lebt jeder zehnte Schweizer in einem armen Haushalt. Zwar sind die Arbeitseinkommen pro Haushalt seit 2000 um 6 Prozent gestiegen. die Einkünfte aus Vermögen und die Sozialleistungen des States waren aber rückläufig. Und nicht nur Konsumausgaben stiegen (der Liter Vollmilch nahm in den letzten 30 Jahren kontinuierlich um ca. 20 Prozent pro zehn Jahre zu), auch die Mieten wurden teurer, und insbesondere stiegen die Prämien der Krankenkassen rasant an, wie der «SonntagsBlick» schreibt.

So sehen die Budgets konkret aus

Das durchschnittliche Schweizer Haushalteinkommen 2008:

Bruttoeinkommen: 9103
KK, Steuern etc.: 2638
Verfügbares Einkommen: 6465

Paare mit Kindern, 3,8 Personen- Haushalt (Ärmste 20 Porzent):

Verfügbares Einkommen: 3877
Essen, Trinken: 773
Wohnen und Energie: 1292
Kleider und Schuhe: 205
Gesundheit: 188
Telefon, TV: 198
Verkehr, Auto: 619
Restaurant, Kantine: 314
Loch in der Kasse: 557

(Quelle: SonntagsBlick)

Wären nur die Wohnungen billiger

Das grosse Problem ist die Miete. Statistisch gesehen gibt Familie Schweizer mit 1 bis 2 Kindern dafür jeden Monat inklusive Nebenkosten 1292 Franken aus. Doch wir alle wissen: Eine solche Miete ist für eine Familie mit zwei Kindern heute ein seltener Glücksfall, gerade in städtischen Regionen. (cls)

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