IKRK

500km lange IKRK-Stafette von Genf nach Solferino gestartet

Läufer an der IKRK-Stafette

Läufer an der IKRK-Stafette

Zwei Dutzend Läuferinnen und Läufer sind in Genf zu einem Staffellauf nach Solferino aufgebrochen. In dem 500km entfernten Ort in der Lombardei hatte Henry Dunant vor 150 Jahren bei der Schlacht von Solferino den Entschluss gefasst, das IKRK zu gründen.

Die erste Etappe führt die Läufer aus mehreren Ländern von Genf nach Evian (F) am Genfersee. Die nächste Gruppe rennt nach Sion im Wallis. Weiter führt die Route über den Simplonpass nach Italien. Die letzte Gruppe wird Solferino, ein kleiner Ort südlich des Gardasees, erreichen.

Dort treffen die Läufer auf tausende IKRK-Mitarbeitende aus 120 Ländern, die bis am 28. Juni an den Feierlichkeiten zur Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) teilnehmen.

In Solferino hatten sich am 24. Juni 1859 die Truppen Österreichs und einer französisch-sardischen Koalition eine der blutigsten Schlachten geliefert, die es bis dahin gegeben hatte.

Fast 40 000 Soldaten und Offiziere wurden getötet. Die meisten von ihnen starben aber nicht unmittelbar im Kampf, sondern erlagen in den folgenden Tagen ihren Verletzungen. Der Genfer Henry Dunant wurde per Zufall Zeuge dieser Schlacht. Erschüttert von den Ereignissen rekrutierte er spontan Freiwillige aus der Bevölkerung, welche die Verwundeten beider Lager so gut wie möglich versorgten.

Drei Jahre später hielt Dunant seine Erlebnisse im Aufsatz "Eine Erinnerung an Solferino" fest. Er forderte darin ein internationales Abkommen zum Schutz der Kriegsopfer.

Ausserdem schlug er vor, in allen Ländern "Hilfsgesellschaften" zu gründen. Diese sollten Freiwillige für die Pflege von Kriegsverwundeten ausbilden. Die Schlacht von Solferino gilt deshalb als Anstoss zur Entstehung des Roten Kreuzes, das 1864 schliesslich gegründet wurde.

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