Coronakrise

400 Millionen Franken: Schweiz unterstützt internationale Coronahilfe

Der Bundesrat will die prekäre Situation in Entwicklungsländern mit finanziellen Mitteln abfedern. (Symbolbild)

Der Bundesrat will die prekäre Situation in Entwicklungsländern mit finanziellen Mitteln abfedern. (Symbolbild)

Das Coronavirus verschärft die prekäre Situation in Entwicklungsländern zusätzlich. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, internationale Aktionen mit insgesamt 400 Millionen Franken zu unterstützen.

(dpo) Die Coronapandemie trifft vor allem Staaten, die von Armut, Konflikten und Katastrophen, geprägt sind, besonders hart. Wenn die Ärmsten der Welt nicht mehr arbeiten könnten, sei es ihnen auch nicht möglich, ihre Familie zu ernähren, heisst es in einer Mitteilung des Aussendepartement (EDA). Der Bundesrat hat sich bereit erklärt, 400 Millionen Franken an internationale Bemühungen bereitzustellen, um diese Entwicklung abzufedern.

Den Entscheid des Bundesrates stellte Aussenminister Ignazio Cassis am Donnerstag den Medien in Bern vor. Damit kommt die Landesregierung auch dringenden Aufrufen nach finanzieller Unterstützung von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation WHO nach.

In einem ersten Schritt will der Bundesrat dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ein zinsloses Darlehen in der Höhe von 200 Millionen Franken gewähren. Dieses muss innerhalb von sieben Jahren zurückbezahlt werden. Weiter sollen 25 Millionen an einen Katastrophenfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF) fliessen.

Über beide Kredite wird das Parlament in der Sommersession entscheiden. Laut Mitteilung wird der Bundesrat in einem zweiten Schritt im Mai über weitere Beiträge in der Höhe von 175 Millionen Franken an verschiedene internationale Organisationen befinden.

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