Google
300 Schweizer Klagen gegen Google Street View

Nicht der eidgenössische Datenschützer, sondern auch immer mehr Bürger wollen sich den neuen Online-Dienst von Google nicht bieten lassen: 300 Beschwerden gegen «Street view» sind in den letzten vier Tagen eingegangen.

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Dies sagt der oberste Schweizer Datenschätzer Hanspeter Thür zur Zeitung "Sonntag", er stützt sich dabei auf Google-interne Quellen. Thür droht nun mit dem Gang ans Bundesverwaltungsgericht, sollte der Online-Dienst einen Forderungen nicht nachkommen. «Street view» ermöglicht virtuelle Streifzüge durch Strassen - pompöse Villen etwa lassen sich in allen Details ausleuchten. Das weckt jetzt den Widerstand einer Gemeinde: Küsnacht ZH will gemäss Gemeindepräsident Max Baumgartner ein Verbot von «Street view» prüfen. Nebst Privatpersonen und Gemeinden wehren sich auch erste Firmen. Beim Zürcher Datenschützer Bruno Baeriswyl haben sich Unternehmen gemeldet, die Google untersagen wollen, ihre Firmengebäude oder das Privatdomizil ihres Senior Managements zu fotografieren.

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