Die Manifestierenden zogen mit Transparenten vor das Konsulat gegenüber dem Bahnhof. Eine Schliessung wäre unverantwortlich, argumentierten sie. Italienische Staatsangehörige und Doppelbürger müssten nach einer Schliessung zur Regelung administrativer Angelegenheiten nach Genf reisen.

Tatsächlich nimmt das Konsulat in der Waadtländer Hauptstadt eine zentrale Stelle ein und bedient auch den Kanton Freiburg. Zehntausende müssten den weiteren Weg nach Genf antreten.

Die Waadtländer Kantons- und die Lausanner Stadtbehörden stellten sich hinter den Protest. Der Lausanner Gemeinderat Jean-Christophe Bourquin bezeichnete die Schliessung als dumm. Das Konsulat entspreche einem klaren Bedürfnis.

Wenn ein Konsulat mit einem Konsul, einem Chauffeur, einem Auto und einer angemessenen Wohnung zu teuer sei, sollte in Lausanne zumindest eine Konsularagentur erhalten bleiben, forderten die Demonstranten.

Die ebenfalls von der Schliessung bedrohte italienische Konularagentur in Chur wurde Anfang Dezember für elf Tage von protestierenden Auslanditalienern besetzt. Dabei hielt sich jeweils ein Dutzend Personen im Wartesaal auf und behinderte die Arbeit der Agentur nicht. Zudem wurde eine Petition mit 2800 Unterschriften eingereicht.