Ein Polizeisprecher sagte, es seien binnen kürzester Zeit vier Bomben explodiert. Zuerst zündete ein Selbstmordattentäter eine Autobombe neben einer Polizeiwache, dann zündeten die Angreifer in einem geparkten Auto im Stadtzentrum einen zweiten Sprengsatz.

Als die Helfer dann die Verletzten in das Spital von Bakuba brachten, zündete ein Selbstmordattentäter mitten unter ihnen einen Sprengstoffgürtel. Dabei wurde unter anderem der Direktor des Spitals verletzt. Der Attentäter hatte ungehindert in das Gebäude eindringen können, weil er die Uniform eines Polizeioffiziers trug.

Eine weitere Autobombe entdeckte die Polizei in der Nähe einer Strassensperre des Zivilschutzes. Die Beamten räumten das Gebiet rund um das Auto, bevor sie die Bombe aus sicherem Abstand zündeten. Am Mittag wurde in Bakuba eine Ausgangssperre verhängt.

Die Autos, in denen die Terroristen die Bomben versteckt hatten, waren am Strassenrand geparkt worden. Irakische Beobachter zeigten sich erstaunt darüber, dass trotz der normalerweise strengen Sicherheitsvorkehrungen an den Polizeiwachen und Strassensperren niemand die Täter daran gehindert hatte, an diesen Plätzen zu parken.

Seit Anfang Februar nimmt die Zahl der Sprengstoffanschläge und Attentate im Irak wieder zu. Beobachter führen dies auf die an diesem Sonntag bevorstehende Parlamentswahl zurück. In der 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba leben hauptsächlich sunnitische und schiitische Araber.

In der nördlichen Stadt Mossul starb ein Polizist, als eine Haftbombe an seinem Fahrzeug detonierte. Im Norden Bagdads kam nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak ein Soldat durch eine Sprengstoffattacke ums Leben.