Ein Armeesprecher sagte, nach dem Anschlag am Vortag, bei dem 16 Polizeirekruten ums Leben gekommen waren, habe die Armee eine Operation gegen die Aufständischen begonnen.

Bei den Gefechten seien 30 Taliban-Kämpfer und ein Soldat getötet worden. Anwohner, die die Leichen am Strassenrand entdeckt hatten, äusserten dagegen den Verdacht, die Aufständischen seien von Soldaten hingerichtet worden.

Ein Anwohner, der aus Angst vor Vergeltungsmassnahmen der Behörden anonym bleiben wollte, sagte, mindestens drei der Leichen, die er gesehen habe, hätten Folterspuren aufgewiesen. In der Nähe der Toten hätten keine Waffen gelegen.

Menschenrechtsgruppen haben sich besorgt über angebliche aussergerichtliche Hinrichtungen mutmasslicher Aufständischer gezeigt. Die unabhängige Pakistanische Menschenrechtskommission hat eine Untersuchung gefordert.

Nach Medienberichten haben Anwohner mehr als 150 Leichen mutmasslicher Taliban-Kämpfer an verschiedenen Orten in Swat entdeckt, seit vertriebene Zivilisten Mitte Juli nach der Militäroffensive in die Region zurückkehren konnten.