Urdorf
29 Millionen den Leuten erklären

29 Millionen Franken kosten die Sanierung und der Umbau des Alterszentrums. Um diese riesige Summe durchzubringen, sind die Urdorfer Behörden auf die Information der Bevölkerung angewiesen. Im Alterszentrum stehen sie diese Woche Rede und Antwort.

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Alterszentrum Urdorf

Alterszentrum Urdorf

Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

Es ist das bisher grösste Geschäft, das der Urdorfer Gemeinderat der Stimmbürgerschaft vorlegt: 29 Millionen für die Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums Weihermatt. Am 1. Juli kommt das Geschäft vor die vorberatende Gemeindeversammlung, am 27. September erfolgt die Urnenabstimmung.

Die Ausstellung findet im Alterszentrum statt. «Wir wollen vor Ort den Leuten die grossen Pläne zeigen, die Details, zwei Modelle und auch eine Powerpoint-Präsentation mit den baulichen Verbesserungen», erklärt Sandra Rottensteiner, als Sicherheits- und Gesundheitsvorsteherin zuvorderst dabei.

Sie wird die Ausstellung persönlich begleiten. Auch Alfred Sigrist, Gesamtleiter Alterszentrum, sowie Bauherrentreuhänder Beat Gitz werden während der Öffnungszeiten stets vor Ort sein und Auskünfte und Erklärungen geben.

Kein Aufwand zu gross

«Die Leute sollen Fragen stellen können. Es ist eine andere Atmosphäre hier als an der vorberatenden Gemeindeversammlung, wo es für viele eine Hürde darstellt, Fragen zu stellen», sagt Rottensteiner. Alfred Sigrist betrachtet die Ausstellung mit dem persönlichen Kontakt als «Abrundung zu den bisherigen Sachen wie Weisung oder früheren Gemeindeversammlungsgeschäften in dieser Hinsicht».

«Dieser grosser Aufwand ist es uns wert. Bei einem Volumen von 29 Millionen Franken darf kein Aufwand zu gross sein», ist Rottensteiner überzeugt.

Gemeinderätin informiert

Die Ausstellung über die Sanierung und die Erweiterung des Alterszentrums findet von heute Mittwoch bis Samstag statt. Anwesend sind immer Gemeinderätin Sandra Rottensteiner, welche das Geschäft führt, dann Alfred Sigrist, der Gesamtleiter Altersheim, sowie der Bauherrentreuhänder Beat Gitz. Diese drei werden die Besucher über alle Details informieren.

Die Ausstellung dauert: Mittwoch, 17 bis 19 Uhr, Donnerstag, 17 bis 19 Uhr, Freitag, 14 bis 17 Uhr, und Samstag, 11 bis 15 Uhr. Sie findet in der Cafeteria des Alterszentrums Weihermatt statt. (fuo)

Demenzkranke berücksichtigen

Die Verantwortlichen betonen gegenüber der LiZ nochmals, dass man die Infrastruktur auf mittel bis stark Pflegebedürftige ausrichten wolle und man die Problematik der stark zunehmenden Demenzerkrankungen berücksichtigt. Es sind denn im Projekt des Architekturteams Pfister Schiess Tropeano und Partner drei Pflegestationen und zwei Wohngruppen für Demenzpatienten vorgesehen.

Die Nasszellen in den Zimmern werden nach heutigen Heimstandards ausgebaut und die allgemeinen Räume sollen multifunktional genutzt werden können. Man will die gesamte Anlage freundlicher gestalten und die Betriebsabläufe optimieren.

«Wir stellen jetzt die Weichen für ein Alterszentrum, welches die würdige Betreuung von pflegebedürftigen Mitbürgern über lange Zeit sicherstellen wird», urteilt Sandra Rottensteiner.

Alte Balkone haben Schwellen

Das 1981 gebaute Haut kann vor allem auch mit der Behindertentauglichkeit nicht mehr überzeugen. So hätten beispielsweise heute noch alle Balkone Schwellen. Sigrist betont auch, dass Apparate für Heizung, Klima und Energie dringend einer Erneuerung bedürfen. «Wir haben in den letzten Jahren im Hinblick auf den Umbau nur noch das Nötigste gemacht», sekundiert Sandra Rottensteiner.

«Generationenvertrag»

Sowohl Rottensteiner wie Sigrist sind optimistisch, was den Abstimmungssonntag betrifft. «Das Zentrum hat eine Geschichte. Wir haben die Notwendigkeit aufgezeigt. Das Projekt enthält keinen Luxus. Im Verlaufe der bisherigen Planung entstand dem Projekt nie Opposition», denkt Rottensteiner.

Und Sigrist erwähnt den Begriff «Generationenvertrag», den die Jungen mit den Alten solidarisiere. Zum Schluss weisen sie darauf hin, dass das gemeindeeigene Alterszentrum mit den privaten, in der Nachbarschaft erstellten Alterswohnungen idealerweise wird Synergien nutzen können.