Schweiz
2067 Asylbewerber stellten im April ein Asylgesuch

Im April 2013 wurden in der Schweiz 2067 Asylgesuche eingereicht. Das sind 13 Prozent mehr als im Vormonat. Verglichen mit April 2012 nahm die Zahl der Gesuche aber um 15 Prozent ab.

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Einem Asylberwerber werden im Empfangs- und Verfahrenszentrums EVZ in Basel Fingerabdrücke genommen.

Einem Asylberwerber werden im Empfangs- und Verfahrenszentrums EVZ in Basel Fingerabdrücke genommen.

Keystone

Wichtigste Herkunftsländer waren im vergangenen Monat Tunesien, Nigeria und Eritrea.

Im April gingen 296 Gesuche aus Tunesien ein, 94 mehr als im Vormonat, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Dienstag mitteilte. Auch Nigerianer mit 278 oder Eritreer mit 194 Gesuchen beantragten deutlich häufiger Asyl als im März. Weitere wichtige Herkunftsländer waren Marokko und Syrien.

Dublin-Überstellungen

Im April 2013 ersuchte die Schweiz bei rund 1000 Asylsuchenden einen anderen Dublin-Staat um Übernahme. 630 Anfragen betrafen Italien. Gleichzeitig konnten 367 Personen an den zuständigen Dublin-Staat überstellt werden (229 nach Italien).

Im gleichen Zeitraum wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 253 Personen ersucht: Bei 128 Personen erklärte sich die Schweiz zu einer Übernahme bereit, 68 davon wurden der Schweiz überstellt. Bei 127 Personen wurde die Zuständigkeit der Schweiz abgelehnt.

Laut BFM sind im vergangenen Monat zudem mehr Personen ausgereist, insgesamt 1267. Gegenüber April 2012 entspricht dies einer Zunahme von rund 13 Prozent.

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