57 Prozent der Verstorbenen waren Frauen und 43 Prozent Männer. 2017 war das Mittel bei rund 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männern gelegen, wie Exit am Dienstag mitteilte.

Die Gründe für das anhaltend starke Bedürfnis nach Freitodbegleitungen seien nebst dem stetigen Mitgliederwachs unter anderem die deutliche Alterung der Gesellschaft. So liege das Durchschnittsalter der in den Tod begleiteten Menschen bei 78,2 Jahren. 2017 seien es 78,1 Jahre gewesen und im Jahr zuvor 76,7 Jahre.

Vor allem unheilbare Krebspatienten

Die häufigsten Grunddiagnosen der Sterbenden waren mit 344 Begleitungen terminale Krebsleiden, wie Exit schreibt. Das waren 57 mehr als im Vorjahr oder insgesamt 38 Prozent der Begleiteten. An zweiter Stelle folgten mit 245 Begleitungen Alterspolymorbidität vor chronischen Schmerzerkrankungen mit 75 Begleitungen.

Am meisten Patientinnen und Patienten griffen im Kanton Zürich auf die Hilfe von Exit zurück, gefolgt von den Kantonen Bern, Aargau, St. Gallen, Luzern sowie Basel-Stadt und Basel-Land.

Das Bedürfnis nach Freitodbegleitung bestehe trotz des Ausbaus der Palliativmedizin. So seien wiederum Tausende neue Mitglieder verzeichnet worden. Ende 2018 habe Exit in der Deutschschweiz und im Kanton Tessin insgesamt über 120'000 Mitglieder gezählt. Und die Tendenz habe sich Anfang 2019 fortgesetzt: Allein bis Mitte Februar habe der Selbstbestimmungsverein rund 2500 weitere Mitglieder aufgenommen.

In der Westschweiz sind im vergangenen Jahr 299 Menschen in den Tod begleitet worden, 13 mehr als im Vorjahr, wie Jean-Jacques Bise, Co-Präsident der Westschweizer Organisation, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Mitgliederzahl habe um 2681 auf 28'762 zugenommen.

Insgesamt blieben Freitodbegleitungen in der Schweiz selten. Sie würden nur etwa 1,5 Prozent der jährlich rund 65'000 Todesfälle betreffen.