Dies teilte die Organisation Solidarité sans frontières mit. Die Petition richtet eine ganze Reihe von Forderungen an den Bundesrat. So sollen unter anderem Zwangsausschaffungen sofort gestoppt und Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass so genannte Sans-Papiers regularisiert werden.

Laut Solidarité sans frontières leben über 100'000 Papierlose in der Schweiz. Während Arbeitskraft dieser Menschen gerne in Anspruch genommen werde, würden ihnen Grundrechte verweigert. Die Organisation bezeichnet dies als Heuchelei.

In der Medienmitteilung wird Donato di Blasi vom Movimento dei senza voce wie folgt zitiert: "Die schweizerische Sans-Papiers-Politik ist die grösste innenpolitische Heuchelei der Gegenwart." Bundesrätin Simonetta Sommaruga habe dies erkannt - nun müsse sie handeln.

Die Petition wird von über 100 Organisationen und politischen Parteien unterstützt, unter anderem von der SP, den Grünen und der Gewerkschaft Unia.