Von da an gings bergab. Heute ist der Anteil ungefähr halbiert. Woran liegt es?

Am Moderator? Ja. Man kann vom Erfinder und ersten Moderator Filippo Leutenegger politisch halten, was man will - als Dompteur im Ring war er charismatisch, moderat provozierend, gut. Auch seine Nachfolger Patrick Rohr, Urs Leuthard und Reto Brennwald hatten ihr je eigenes Charisma. Dem heutigen Team Sonja Hasler und Urs Wiedmer ist handwerklich nichts vorzuwerfen. Doch eine spezielle Aura ist bei ihnen nicht auszumachen.

An den Teilnehmern? Ja. Die kantigen Typen in der Politik sind am Aussterben. Heute steigen fast ausschliesslich von Kommunikationsberatern im Medientraining gestählte Leute in die Arena. Das macht sie langweiliger, abgeschliffener, austauschbarer. An den Themen? Nein. Natürlich gibt es spannendere und flauere Zeiten. Doch das war früher nicht anders. An den Zuschauergewohnheiten? Ja. Die jüngere Generation ist am Freitag um 22.20 Uhr im Ausgang, nicht vor dem Fernseher.

Fazit: Die «Arena» heute ist keine schlechte Sendung. Aber auch keine aussergewöhnliche mehr. Heute wird ja auf allen Sendern getalkt und gestritten.