Beinwil

2 Millionen für einen knappen Kilometer Radweg

Ausgesteckt: Die Linienführung des geplanten Radweges, hier bei Wallenschwil, ist mit farbigen Pflöcken markiert. ES

2 Millionen für neuen Radweg zu teuer?

Ausgesteckt: Die Linienführung des geplanten Radweges, hier bei Wallenschwil, ist mit farbigen Pflöcken markiert. ES

Einerseits sind es die Kosten, anderseits auch die Linienführung, welche kritische Stimmen gegen den Radweg Rüstenschwil–Wallenschwil zwischen den Gemeinden Auw und Beinwil laut werden lassen. Das Projekt liegt noch bis am 24. März öffentlich auf - Einsprachen sind zu erwarten.

Eddy Schambron

Der Radweg zwischen den Weilern Rüstenschwil, Gemeinde Auw, und Wallenschwil, Gemeinde Beinwil, schliesst eine Lücke in der kantonalen Radwegroute 540 zwischen Muri und Sins. Der geplante Weg beginnt bei der Einmündung im Weiler Wallenschwil und endet am nördlichen Dorfrand von Rüstenschwil. Hier ist eine Querungshilfe auf der Kantonsstrasse geplant, weil Fahrradfahrer die Strassenseite wechseln müssen. Der Weg ist 2,5 Meter breit, ein kurzes Teilstück bei Wallenschwil misst drei Meter in der Breite, weil es hier auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen benützt wird.

Entlang der Kantonsstrasse

Der Radweg verläuft weitgehend in einem Abstand von einem Meter parallel zur Kantonsstrasse 124. Das Längenprofil nimmt grundsätzlich Rücksicht auf die bestehenden Terrainverhältnisse. Auf einer Länge von etwa 180 Metern sind allerdings umfangreiche Böschungssicherungsmassnahmen mit Stützmauern sowie auf einer Länge von etwa 100 Metern Dammschüttungen nötig. Für die Realisierung des Radweges werden 3100 Quadratmeter Kulturland beansprucht; die Vorverträge für den Landerwerb sind abgeschlossen.

Unterhalt durch Gemeinden

Vorbehalte zum Projekt werden nicht allein zur Linienführung und zur Querung der Kantonsstrasse vor Rüstenschwil laufen, sondern auch wegen der Kosten. Zwar gehen die veranschlagten 1,925 Mio. Franken vollumfänglich zulasten des Kantons, der bauliche und betriebliche Unterhalt inklusive Winterdienst ist anschliessend jedoch von den Gemeinden zu besorgen.

Meistgesehen

Artboard 1