17-jährige Französin bei Anschlag auf Touristen in Kairo getötet

Ein Toter bei Explosion auf Markt

Ein Toter bei Explosion auf Markt

Nach dem Bombenanschlag in Kairo hat die ägyptische Regierung offenbar mehrere Personen festgenommen. Die Ägypter hätten sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Nähe des Anschlagortes befunden, hiess es in Sicherheitskreisen.

Ein Sprengsatz war am Sonntag gegen 18.50 Uhr Ortszeit am Rande des Chan-al-Chalili-Basars explodiert, einem beliebten Touristenziel. Eine 17-jährige Französin starb, 25 Menschen wurden verletzt, unter ihnen 17 französische Jugendliche und ein 37-jähriger Deutscher.

Zum Hergang des Attentats gab es auch am Tag danach widersprüchliche Angaben. Ein Mitglied des Sicherheitsausschusses im Parlament sagte, ein unter einer Bank deponierter selbstgebauter Sprengsatz sei explodiert.

Augenzeugen zufolge wurde der Sprengstoff in Richtung der Touristen geschleudert. Andere Augenzeugen und ein Polizeivertreter sagten, zwei Sprengsätze seien von einem Dach geworfen worden. Nur einer sei hochgegangen, der zweite kontrolliert gezündet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Ob bei einem der elf heute Montag verhafteten Personen ein konkreter Verdacht für eine Mittäterschaft vorlag, wurde nicht bekannt. Oft nimmt die ägyptische Polizei nach einem Anschlag zunächst zahlreiche Menschen fest und lässt die meisten von ihnen später wieder frei.

Trotz starker Sicherheitsvorkehrungen gab es in Ägypten in den vergangenen Jahren wiederholt Anschläge auf Touristen. Im April 2005 wurde ebenfalls auf den Chan-al-Chalili-Basar ein Attentat verübt, bei dem drei Touristen starben.

Meistgesehen

Artboard 1