Fussball

16 Millionen zur Rettung der St. Galler AFG-Arena

Die AFG-Arena in St. Gallen ist verschuldet (Archiv)

Die AFG-Arena in St. Gallen ist verschuldet (Archiv)

Die überschuldete AFG-Arena und der FC St. Gallen sollen mit Finanzspritzen von 16,2 Millionen Franken vor dem finanziellen Ruin bewahrt werden. Stadt und Kanton St. Gallen, ein Bankenkonsortium und private Investoren beteiligen sich an der Rettungsaktion.

Regierungspräsident Willi Haag stellte das Sanierungskonzept am Donnerstag vor. Der Kanton soll 4 Mio. Franken, die Stadt 2 Mio. Franken zur Verfügung stellen. Ein Bankenkonsortium verzichtet auf Forderungen von 5,2 Mio. Franken, und private Investoren tragen 5 Mio. Franken zur Rettung bei.

Die Beiträge der öffentlichen Hand müssen vom Stadtparlament und vom Kantonsrat in den nächsten Monaten bewilligt werden. Die Beschlüsse unterstehen dem fakultativen Referendum.

Konkurs und Relegation drohen

Nur wenn Stadt und Kanton die Finanzspritzen bewilligen, verzichten die Banken auf ihre Forderungen und stellen die privaten Investoren neues Geld zur Verfügung. Scheitert die Sanierung, so droht den Stadiongesellschaften der Konkurs und dem ältesten Fussballklub der Schweiz die Relegation in eine Amateurliga.

Stadt und Kanton knüpfen ihre Beiträge an Bedingungen: So müssen die AFG-Gesellschaften ihre Zahlen lückenlos offenlegen, ihre Strukturen transparent machen und einen realistischen Business-Plan vorlegen. Diese Punkte waren zuletzt öffentlich kritisiert worden.

Rainer Sigrist, Verwaltungsratspräsident der Betriebs AG AFG-Arena, legte die Gründe für das finanzielle Desaster und die knapp 13 Mio. Franken Schulden dar. So kostete der Bau des Stadions 11,5 Mio. Franken mehr als ursprünglich geplant.

Zu optimistisch geplant

Zudem wurde der Verkauf von teuren Business-Seats viel zu optimistisch budgetiert. Die Sicherheitskosten waren höher als erwartet. Diese Fehleinschätzungen haben vorerst keine personellen Konsequenzen, wie die Verantwortlichen erklärten.

Eine zentrale Rolle soll in Zukunft eine FC St. Gallen Event AG - als Nachfolgeorganisation der Betriebs AG - spielen. Sie wird als Mehrheitsaktionärin der FC St. Gallen AG auch im sportlichen Bereich das Sagen haben.

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