Weiterbildung

150 Organisationen fordern ein Weiterbildungsgesetz

An der Weiterbildungsmesse in Basel

An der Weiterbildungsmesse in Basel

Ohne Verzug sollen Bundesrat und Parlament ein Weiterbildungsgesetz schaffen. Das fordern rund 150 Organisationen mit einer Eingabe, die in Bern vom Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) den Bundesbehörden übergeben wurde.

Seit 2006 habe der Bund den verfassungsmässigen Auftrag, die Weiterbildung gesetzlich zu regeln, sagte SVEB-Präsident Rudolf Strahm vor den Medien. Der Bundesrat aber halte einen einschlägigen Bericht ohne Angabe von Gründen seit März diesen Jahres zurück und habe das Weiterbildungsgesetz vorläufig auf Eis gelegt.

60 Verbände und 90 Institutionen der Weiterbildung sind nicht bereit, diese "Blockierungsstrategie" zu akzeptieren. Es brauche ein Rahmengesetz des Bundes, um Transparenz in die Vielfalt der Weiterbildungsangebote zu bringen und in diesem dynamischen Markt mit über fünf Milliarden Franken Umsatz die Qualität zu sichern.

Die Eingabe verlangt die Ausarbeitung des Weiterbildungsgesetzes noch in dieser Legislatur, das heisst vor Ende 2011.

Es gehe nicht in erster Linie um ein neues Subventionsgesetz, sagte Strahm. Wichtiger sei beispielsweise eine eidgenössische Anerkennung und Validierung von Bildungsgängen. Laut SVEB-Direktor André Schläfli sind am ehesten zusätzliche Bundesmittel nötig, um die Weiterbildung benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu fördern.

Die Behördeninitiative wurde von Strahm der Präsidentin der nationalrätlichen Bildungskommission (WBK), Josiane Aubert (SP/VD), überreicht.

Zum Thema Weiterbildung sind mittlerweile 25 Vorstösse hängig. Hinter der Eingabe stehen Berufs- und Branchenverbände, Dachverbände der Arbeitnehmer, kantonale Weiterbildungskonferenzen, Privatschulen und Universitäten, Berufsbildungszentren und Non-Profit-Organisationen.

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