Bern

150 Muslime demonstrieren in Bern friedlich

Der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz, Nicolas Blancho, spricht auf dem Helvetiaplatz in Bern

Der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz, Nicolas Blancho, spricht auf dem Helvetiaplatz in Bern

Rund 150 Muslime haben sich am frühen Samstagnachmittag auf dem Helvetiaplatz in Bern zu einer Kundgebung versammelt. Sie fordern unter anderem einen besseren Schutz der religiösen Gefühle in der Schweiz.

Zur Kundgebung hatten der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) und weitere muslimische Organisationen aufgerufen. Unter dem Motto «für unseren Propheten Mohammed und den Schutz religiöser Gefühle» planten sie ursprünglich einen Demonstrationszug zur US-Botschaft in Bern oder zum Bundesplatz geplant.

Die Stadt Bern erlaubte den Veranstaltern aber nur eine rund einstündige Platzkundgebung auf dem Helvetiaplatz. Der Bundesplatz ist bereits mit einer Kundgebung der Gewerkschaften belegt.

Der Islamische Zentralrat sieht seine Kundgebung nicht in erster Linie als Protest gegen den umstrittenen Mohammed-Film aus den USA. Ziel sei vielmehr, die Gesetzgeber in der Schweiz aufzufordern, rechtliche Normen zu erlassen, die darauf abzielten, religiöse Gefühle besser zu schützen.

Auf seiner Internetseite rief der Islamische Zentralrat deshalb zu einer friedlichen Veranstaltung auf dem Helvetiaplatz auf.

Die Islamischen Nationalverbände der Schweiz, FIDS und KIOS, distanzierten sich indes von der Kundgebung. Eine Demonstration in Bern sei zu diesem Zeitpunkt ein missverständliches Zeichen, hatten sie im Vorfeld mitgeteilt. Insgesamt vertreten FIDS und KIOS nach eigenen Angaben über 200 muslimische Zentren oder Vereine.

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