Lohndebatte

1:12-Initiative: Auch den Fussballern drohen Salär-Einbussen

Haben (noch) gut Lachen: Die FCB-Stars um Captain Marco Streller.

Haben (noch) gut Lachen: Die FCB-Stars um Captain Marco Streller.

Den gefeierten Profisportlern soll es nicht anders ergehen, als den viel gescholtenen Top-Managern. Denn die Jungsozialisten pochen darauf, dass die Initiative künftig alle Schweizer Spitzensaläre betrifft.

Die Lohn-Debatte zieht immer weitere Kreise. Neu ist auch der Profisport Teil der Diskussion um die 1:12-Initiative. Die Fussballvereine, heute meist als Aktiengesellschaften organisiert, zeigen sich vom Vorstoss der linken Fraktion überrascht. Konsequenzen hätte dies vor allem für den FC Basel, bei dem das Lohn-Verhältnis 1:12 in Einzelfällen nicht gegeben ist. So verdienen die beiden FCB-Stars Alex Frei und Marco Streller rund 1,5 Millionen Franken pro Jahr, so der «Tagesanzeiger». Entsprechend müsste der «kleinste» Lohnbezüger im Verein rund 10’000 Franken monatlich kassieren.

Grosser Unterschied

Basels Mediensprecher Josef Zindel weist im «Tagesanzeiger» auf einen gewichtigen Unterschied hin: Topspieler erhielten zwar hohe Gehälter bis 35, müssen sich danach aber beruflich neu orientieren. Topmanager bezögen Spitzensaläre bis zur Pension.

Andere Vereine im Rahmen

Bei anderen Klubs wie dem FC Zürich oder den Grasshoppers soll die 1:12-Rechnung aufgehen. Auch wenn dies nicht offiziell bewiesen ist. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass nur wenige Spieler auf Schweizer Rasen von Lohnabstrichen betroffen wären.

Bürgerliche klagen an

Dass die Linie der Linken auch auf den Sport übertragen werden soll, stösst den Bürgerlichen sauer auf. Befürchtet wird, dass viele Topshots die Schweiz meiden werden. Deswegen hofft Christian Wasserfallen von der FDP, dass sich die Moraldebatte um die Gehälter baldmöglichst «totlaufen wird».

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