Kinderarbeit

100 Millionen Mädchen verrichten laut ILO Kinderarbeit

Neunjährige verkauft Taschen

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Die Wirtschaftskrise verschärft das Risiko für Kinder, regelmässig arbeiten zu müssen. Dies gab die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf bekannt. Besonders betroffen seien Mädchen, vor allem im Bereich Hausarbeit.

Ein anlässlich des Jahrestages zum Kampf gegen die Kinderarbeit (12. Juni) veröffentlichter Bericht zeigt, dass rund 100 Millionen Mädchen - davon 54 Millionen unter 12 Jahren - regelmässig arbeiten müssen. Insgesamt leisten 218 Millionen Kindern zwischen 5 und 17 Jahren bezahlte oder unbezahlte Arbeit oder gar Zwangsarbeit.

Mädchen müssten zwar ähnliche Arbeiten wie Knaben verrichten, seien aber zusätzlichen Risiken ausgesetzt und litten mehr unter ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, schreibt die ILO. Eine grosse Zahl von Mädchen arbeite in der Landwirtschaft oder als Fabrikarbeiterinnen, oft unter riskanten Arbeitsbedingungen.

Die ILO, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, fordert von den Regierungen ein grösseres Engagement gegen Kinderarbeit. Diese Form der Ausbeutung führe auch dazu, dass die Schulbildung zum Teil völlig ausbleibe.

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